742. Die Entwicklungskomponenten

 

Schon im vorherigen Kapitel wurde auf die Vor- und Nachteile der Cadi in Bezug

Auf den „Fremdenverkehr“ hingewiesen.

Für den Kurort Disentis gelten einige besondere Entwicklungskomponenten

 

1. Der Standortfaktor

 

innerhalb der Cadi hat Disentis die beste Verkehrslage. Disentis liegt am Ausgangs-

punkt zum Lukmanierpass wie auch zum Oberalppass.

 

2. Der Heilfaktor

 

Disentis hat den Vorzug, die Verbindung eines Klimakurortes mit einem wirksamen

Radon-Heilbad darzustellen.

 

 

a) Klimakurort

 

Es sei hier eine Zusammenfassung aus dem  kleinen Klimabuch der Schweiz (1967)

Angegeben:

Disentis ist auf einer breiten nach Süden freien Hangterrasse hoch über der Schlucht des Vorderrheins gelegen.

 Während in den Wintermonaten die Sonne wegen der

gegenüberliegenden Berge erst verhältnismässig spät aufgeht, sind die Besonnungs-

zeiten am Nachmittag und in den übrigen Jahreszeiten wesentlich günstiger, im

tiefen Winter steht die Sonne 5-6 Stunden, in den Sommermonaten 12- 13 Stunden

über dem Horizont.

Da hier nur selten Nebel auftritt und da die Bewölkungsverhältnisse im allgemeinen

Im allgemeinen und im speziellen im Nachwinter und vom Hochsommer bis in den

Herbst günstig sind, geniesst Disentis ein an Besonnung reiches Klima.

Die Sonne ist während weniger als 50% der Zeit von Wolken verhüllt. Die

Intensität der Strahlung ist, vor allem im Ultraviolettbereich leicht gesteigert.

Menge und Häufigkeit der Niederschläge sind hier im Sommerhalbjahr als mittel,

im Winter als ziemlich gering zu bezeichnen, vom November bis Ostern falle sie

meist in Form von Schnee. Die Lage von Disentis ist im Winter meistens windstill,

während im Sommer vorwiegend leichte Schönwetterwinde wehen: vor Schlecht-

wetterwinden ist die Gegend relativ gut geschützt.

Disentis nimmt somit an den Reizfaktoren des subalpinen Klimas mit gesteigerter

Strahlung, winterlichem Schönwetter, Lufttrockenheit und erniedrigter Temperatur

 in willkommener Weise teil

Da es auch nicht viel Regen und Wind hat, besitzt es ein leichtes Reizklima mit

Schonung vor Erkältungsgefahren. Disentis kann klimatisch in die Reizstufe 1

Eingeordnet werden. Disentis ist eine anerkannte Klimastation.

 

       

b. Heilbad

 

Disentis besitzt die stärkste Radonquelle der Schweiz. Die Klimaverhältnisse ver-

Einigen sich mit den Eigenschaften des Bades zu Heilwirkungen besonders für

Rheumatismus und Zirkulationsstörungen .In diesem Zusammenhang stellt sich

Die Frage nach dem Zurückbleiben gegenüber anderen Badeorten. Einige Gründe

Wurden schon früher aufgezählt. Die wichtigsten führe ich hier nochmals auf:

 

1. Es fehlt an der notwendigen Inititiative und an Kapital

 

2. Nach dem 2. Weltkrieg nahm der Skitourismus einen schnellen Aufstieg,

    Der Sommertourismus stagnierte

 

3. Es wurden bis vor kurzem in Disentis keine fremden Investitionen gewünscht

    Ein Luftseilbahnprojekt auf den Piz Ault kam nicht zu Stande, da die Einheim-

    Ischen nur 40% der Aktien aufbrachten.

    Die von einem ausländischen Interessenten gezeichneten 60 % wurden abge-

    Lehnt, da man einen nachteiligen Einfluss befürchtete.

 

Sämtliche grösseren Kurorte bauen im jetzigen Zeitpunkt Hallenschwimmbäder

Um den Gästen die Möglichkeit zu geben, sich neben anderen Sportarten zusätzlich   

Dem Schwimmsport widmen zu können.

Disentis hatte sich als Badeort schon aufgegeben. Das Hotel Disentiserhof wurde

An eine Stiftung verkauft, die dort eine Sonderschule einrichten wollte.

Die gleiche Gesellschaft, die das Tenigerbad jetzt führt, musste das Hofel wieder

Zurückkaufen.

 

2. Die kulturelle Mission

 

Kloster und Kollegium haben Disentis zu einem über die Landesgrenzen hinaus-

Gehenden Ruf verschaffen. Der deutsche Träger der neuen Tenigerbad AG will

Den Platz zu einer oekumenischen Begegnungsstädte zwischen Protestanten und

Katholiken ausbauen,. Es sollen Kongresse und Studientagungen abgehalten werden.                                                       

 

3. Stätte der Erholung und des Sports

 

Die Lage von Disentis eignet sich in erster Linie zum Sommerkurort. Es fehlen

Aber Einrichtungen wie Wanderwege, Anlagen zur Ausübung des Tennis, Golf

Und Reitsport, ebenso Vorkehrungen zur Ermöglichung des Bergsportes,

Disentis ist in den tieferen Lagen für den Wintertourismus wenig geeignet. Die

Dafür notwendigen höheren Lagen, müssten durch  Bahnen erschlossen werden.

Es fehlen auch Eis -und Schlittelbahnen

 

 

   

Der Einzugsbereich der Industrieorte beträgt jeweils ungefähr zwanzig

Kilometer und 2000-3000 Einwohner. Ilanz und Trun sind Siedlungen die bereits

Etwelche Industrie besitzen. In Disentis sind durch den Bau der Zweigwerke

Landis & Gyr die Grundlagen geschaffen. Die Befürworter des Disentiser Fremden-

Verkehrs fürchten um den Tourismus .Diese Befürchtungen können entkräftet werden.

Das Zweigwerk Landis & Gyr dient hauptsächlich zur Heranbildung eines hand-

Werklichen Nachwuchses. Eingriffe in das Landschaftsbild sind keine zu berürchten.

 

 

752. Die Ortsplanungen

 

Das bündnerische Bau- und Planungsgesetz ermächtigt die Gemeinden

Bau -und  Planungsvorschriften zu erlassen. Die unbedingte Notwendigkeit

Solcher Zonierungen ist erforderlich um einer wildwachsenden Ueberbauung

Der Landschaft Einhalt zu gebieten. Leider sind in fast allen Gemeinden der

Cadi noch  keine Zonenpläne aufgestellt worden.

Besonders gefährdet ist das Tavetsch. Ein Architekturvereinigung und die
UTO AG Zürich, planen in Rueras Eigentumswohnungen, die gesamthaft

Mehr Einwohner aufnehmen sollen als die bestehende Siedlung zählt.

Die Gemeinden der Cadi stehen einer solchen Entwicklung fast hilflos gegen

Über. Die Verbesserung der Infrastruktur in Form von Kläranlagen und

Strassen ist nicht vorgeplant Es sollten auch die Wasserversorgungen dem ge-

steigerten Bedarf angepasst werden.

 

 

Vergl. NZZ 25.8,1967  3519

 

Tino Walz beschreibt die Auswirkungen einer mangelnden Voraussicht

Im Oberengadin wo die Landschaft durch „wuchernde“ Überbauung verschandelt wird

 

 

 753.   Die regionale Planung des Fremdenverkehrs

 

Im Vorderrheintal lassen sich auf Grund der natürlichen Gegebenheiten und

Der bisherigen Entwicklung drei Fremdenverkehrseinheiten charakterisieren

(Achse: Flims, Disentis und Tavetsch). Hinzu käme als besondere Fremdenver-

kehrseinheit das Valsertal

 

 

 

 

 

 

                                                  Fremdenverkehrseinheit

 

                                                               Tavetsch

 

                                                         Sport und Erholung

                                         

                                         Kunsteisbahn und Schwimmbad sind geplant

                               

                                                                     ¦

                                                                     ¦

 

                    Fremdenverkehrseinheit    Disentis- Tenigerbad- Somvix

Tenigerbad                                              Disentis                                Somvix

 

 

  1.Heilbad                                            1. Klimakurort                         1. Erholung

   2.Oekumenisch-                                2. Heilbad                                  2. Wintersport

        (kirchliches)                                  3. Kulturelles

       kulturelles                                          Zentrum

       Zentrum                                         4.Sport und                                Skilift und

  Hallenbad +Kongress                         Erholung                                    ein Skilift geplant

   Säle im Ausbau                                  Hallenbad geplant

                                                                Skilift

                                                                Luftseilbahn geplant

 

                                                                         ¦

                                                                         ¦

                                                           Fremdenverkehrseinheit

                                                             FlimsLaax-  Fellers

                                                            1. Erholung und Sport

                                              über ein Dutzend Bergbahnen und Skilifte

                                               

 

 

 

 

 

754. Die Realisierung

 

Die Entwicklung des Fremdenverkehrs erfordert die Zusammenarbeit von drei

Entwicklungsträgern, deren Aufgaben man sich nach folgendem Schema

Denken könnte;

 

l. „Pro Surselva

 

Durch diesen Zweckverband sollte die Lösung der regionalen Probleme er-

Folgen. Zu Diesem Zweckverband sollten sich neben den Gemeinden auch die

Tenigerbad AG anschliessen

 

2. Die Verkehrsvereine

 

Sie sind für die Durchführung der Werbung verantwortlich. Es sind durch die

Verkehrsvereine Tansportmöglichkeiten zwischen den einzelnen Fremdenverkehs-

Einheiten zu schaffen Die Verkehrsvereine sollten mit privaten Kapitalgesell-

Schaften zum Bau von Sportbahnen zusammenarbeiten.

 

3. Die Gemeinden

 

Die Gemeinden sind vor allem für die Infrastruktur verantwortlich

Folgende Bereiche fallen in den Aufgabenkreis der Gemeinden

 

a. Schaffung geeigneter Zonenpläne unter Berücksichtigung des Kur-Sport oder

    Gewerbecharakters des Platzes.

 

b. Anlage von Wegen-und Parkplätzen, sowie deren Unterhalt

 

c.  Massnahmen zur Sicherung der Skiabfahrten

 

d.  Anpassung der Wasserversorgungen an den gesteigerten Bedarf

 

e.   Errichtung von Anlagen

       -Kehrichtbeseitigung

       - des Gewässerschutzes (Klär -und Kanalisationsanlagen)

 

8. Versuch einer Wirtschaftsbilanz

 

81. Die Organisation des Wirtschaftsraumes

 

 

Nachdem die einzelnen Sektoren der Wirtschaft im Rahmen der Talschaft oder Gemeinde besprochen wurden, stellt sich die Frage nach der räumlich-strukturellen Organisation und den Beziehungen nach aussen.

Die Wirtschaft der Cadi stellt eine in sich geschlossene Einheit dar, die Isolierung der bergbäuer-Iichen Wirtschaft gegenüber anderen Wirtschaftsräumen ist fast noch vollständig erhalten.

Die Unterlagen der eidgenössischen Betriebszählung 1965 belegen diese Behauptung. Gesellschaften

Mit Sitz ausserhalb der Cadi und Filialen in der Cadi gibt es praktisch keine. Hier ist nur die rhätische Bahn und die Kraftwerke Vorderrhein AG, sowie die Tenigerbad AG zu erwähnen.

Wirtschaftliche Beziehungen und Verflechtungen mit den benachbarten Talschaften des Tessins und dem Urserental gibt keine. Ein einziger Gewerbetrieb in Disentis besitzt eine Filiale in Andermatt.

Der Austausch von Gütern ist auch stark erschwert, da im Winter die Pässe Oberalp und Lukmanier geschlossen sind.

Die Oberalpbahn ist eine reine Touristenbahn, die geringes wirtschaftliches Gewicht hat.

Als einzige grössere Unternehmung besitzt die Tuchfabrik Trun Zweigniederlassungen und Filialen ausserhalb der Cadi.

Auf Grund der einfachen und überschaubaren Wirtschaftsverhältnisse sollte die Aufstellung einer Wirtschaftsbilanz möglich sein. Die zur Verfügung stehende Zeit und die Zurückhaltung der zuständigen Behörden beim Bereitstellen von Zahlenmaterial ermöglichte nur die summarische Zusammenstellung einer regionalen Wirtschaftsbilanz.

Die untenstehende Uebersicht will einen Ueberblick über die räumlich-wirtschaftlichen Bewegungen geben, das heisst qualitativ den „Import“ und „Export“ darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aufstellung ergibt ein Uebergewicht der Importseite .Die Cadi

 

 

exportier vor allem Rohprodukte we Holz und Milch, importiert aber industrielle Produkte. Die Aufrechterhaltung der Infrastrukutr(Strassen Lawinenverbauungen usw.) erfordern zusätzlich hohe Mittel

Das wirtschaftliche Gleichgewicht wird durch eidgenössische und kantonale Subventionen für die andwirtschaft und den Unterhalt zahlreicher öffentlicher Werke erzielt.

 

 

 

82. Die Stellung der Gemeindehaushalte der Cadi im Vergleich zu anderen Kreisen des Kantons

      Graubündens

 

 

Das grosse Gewicht der Gemeindehaushalte im Wirtschaftsleben der Cadi erfordert zuerst eine Behandung dieses Bereiches. Sämtliche Gemeinden mit Ausnahme von Schlans sind Kraftwerkgemeinden, das heisstie beziehen Wasserrechtszinsen und Gratisstrom auf Grund verliehener Wassernutzungsrechte.

 

Einnahmen der Gemeinden aus den Wasserzinsen im Vergleich mit den allgemeinen Steuereinnahmen

Für das Jahr 1966 (abgerundete Werte)

 

                                  Wasserzinsen                                           Steuereinnahmen  von

__________________________________________________natürlichen Personen

 

Disentis                         150 000                                                  300 000

Trun                                50 000                                                 350 000

Somvix                           270 000                                                  190 000

Medel                              100 000                                                  80 000

Tavetsch                        100 000                                                  350 000

Brigels                            150 000                                                 180 000

Schlans                                                                                            13500

 

                                         ---------

                                       820 000                                                1 363 500

 

Das Maximum an Wasserzinsen wird erst nach der Vollendung des Kraftwerkbaues erreicht.

Bis um Jahre 1970 dürften die Einnahmen aus den Wasserzinsen etwa die Grössenordnung der

Allgemeinen Steuereinnahmen erreicht haben

Die Besteuerung der Juristischen Personen ist Sache des Kantons. So fliessen dem Kanton aus der Cadi Summens dem Steuersitz der Kraftwerke Vorderrhein zu (Tabelle 54). In der Statistik wurden der Kreis Disentis (entspricht dem Bezirk Vorderrhein) mit drei nach Wirtschaftsgruppen einseitig ausgerichteteten

Anderen bündnerischen Bezirken verglichen.

 

 

 

 

 

Daten: Kantonale  Steuerverwaltung des Kantons Graubünden

Dabei zeigt sich, dass der Kreis Disentis nach Steuereingängen recht ausgeglichenes

Wirtschaftliches bild bietet. Zwar sind die Einnahmen im tertiären Sektor (Fremdenverkehr, Handel und Verkehr) nicht sehr hoch.

Die übrigen angeführten Kreise sind steuerkraftmässig einseitiger ausgerichtet, so der Kreis Rhäzüns

Mit den Emserwerken auf die Industrie hin, der Kreis Davos auf den tertiären Sektor und der Kreis Bergell auf den Kraftwerkbau. Pro Einwohner liefert das Bergell die höchsten Steuern des Kantons ab. Den Gemeinden fliessen diese Steuererträge in Form des Finanzausgleiches wieder zurück.(Tabelle 53)

Den Gemeinden werden Zuschüsse für öffentliche Werke wie Schulhausbauten und Strassenbauten Gewährt. Finanzschwache Gemeinden erhalten zusätzliche Mittel (in der Cadi nur Schlans).

 

 

 

 

83. Die eidgenössischen  und kantonalen Subventionen an die Gemeinden

                                                                                               

Die Berggebiete nehmen im Subventionswesen eine Sonderstellung ein.

Der grösste Teil alles Sondersubventionen die der Bund  ausrichtet betreffen die Land- und Forstwirtschaft sowie die Infrastruktur.

Hinzu kommen die ordentlichen Subventionen, die selbstverständlich auch dem Berggebiet zu Gute kommen.

Zusätzlich werden kantonale Subventionen ausgerichtet, die Graubünden als finanzschwacher Kanton

Durch Mittel des Bundesausgleich finanzieren kann.

Eine zahlenmässige Erfassung der ausgerichteten Subventionen konnte nicht gemacht werden, da die notwendigen Zahlen nur schwer erhältlich waren.

Es kann aber eine Liste (unvollständig), der in den letzten 10 Jahren mit Subventionen durchgeführten Projekte angegeben werden.

 

 

 

 

Tabelle 55

                                       

                         Kostenbeitrage im Berggebiet nach Gemeinden 1966*

 

Gemeinden   Kostenersatz    Zone 3

                      Anzahl           in GVE                         GVE      Kostenbeiträge

                      Betriebe  Rindvieh Pferde Kleinvieh Total       in Franken

____________________________________________________________________

Brigels              109          914.8    25.0     109.7       886.7        135 114

Schlans               20          160.0      5.0       18.7       144.3          21 665

Somvix             126          957.6    33.0     203.5        991.6       148 866

Disentis             109          907,6     2.0      225.4        870.1       130 624

Trun                    76          435.6     -          166.6        580.7         87 181

Medel                  69          561.0     17.0      99.4        539.2         80 949

Tavetsch              96          798.4      -        172,3        779.3         116991

                      ___________                                                        _______

Vorderrhein       605                                                                     719 390

 

 

                        Kostenbeiträge für den Kanton Graubünden 1966*

  Nl                   Zone 1                                     Zone 2                                               Zone 3

         Anzahl beitragsberechtigte GV  Anzahl beitragsberechtigte GVE  Anzahl beitragsb.GVE

   Ebe  Rind Pferde Kleinv Total  Rindvi Pferde Kleinvieh  Total  Rind Pferde Kleinv.    Total

____________________________________________________________________________________________

          3055.0   105.6   198,7  -2326.1 428a4,5  78.8  359.1 3547,8  44781.3 1185 4329.4 41 958

 

               Kostenbeiträge in Franken

Zone 1    Zone 2        Zone 3          Total

_______________________________________

   05      353 780      293 790        6 771360

 

Quelle; * Landwirtschaftssekretariat des Kanton Graubünden

 

 

 

Infrastruktur

 

Ausbau der Oberalpbahn (Lawinenverbauungen, Tunnels)

Lukmanierpasstrasse

Ausbau der Alpenstrasse Trun- Disentis

Lawinenverbauungen (Trun- Tavetsch)

Wildbachverbauungen (Disentis, Trun)

Ausbau des Strassennetzes innerhalb der Gemeinden

Schulhausneubauten

Wasserversorgungen

 

Forstwirtschaft

 

Aufforstungen: Somvix, Trun, Tavetsch

Wegbau: Verbesserungen in mehreren Gemeinden

 

 

Landwirtschaft:

Alpverbesserungen in Brigels

Die durchgeführten Verbesserungen dürften gegen 100 Millionen Franken gekostet haben.

Die Subventionen (kantonale und eidgenössische ) betrugen zwischen 50-95% je nach Projekt

 

 

 

 

84. Die Subventionen an die privaten Haushalte

 

 

 

841. Die Subventionen an die Landwirtschaft

 

Es konnten 66 verschiedene Subventionen ausfindig gemacht werden. 30 dieser Subventionen sehen eine Sonderregelung für die Berggebiete vor.

Die Uebersicht über die Sondervergünstigungen wird erschwert, weil in der Praxis gleichzeitig mehrere Abgrenzungskriterien zur Anwendung gelangen.  

 

Einmal wird der landwirtschaftliche Produktionskataster, die sogenannte „Standardgrenze“ ein andermal besonders für die viehwirtschaftlichen Belange der sogenannte „Viehwirtschaftskataster,

(Cadi liegt in der Zone III des Berggebietes ) beigezogen.

Die Getreideverwaltung richtet sich nach der Höhe  über Meer und das Bundesamt für Sozialversicherung nach der Dichte der Besiedelung und der Wegsamkeit. Die Alkoholverwaltung nimmt als Kriterium die Distanz zu den Produktionszentren (z.B. bei Kirschen).

Und für die Vergebung spielen das Wehrsteueraufkommen und die Dichte der Industrialisierung eine Rolle. Die ausgerichteten Subventionen können nach sechs Gruppen klassifiziert werden.

 

 

 

9. Zusammenfassung

 

Die Cadi, eine von den dicht besiedelten Wirtschaftszentren weit abgelegene Talschaft, die auf Grund der  Struktur der drei Sektoren der Wirtschaft als Entwicklungsgebiete bezeichnet werden kann, erfährt durch den Kraftwerkbau eine tiefgreifende sozio-oekonomische Umgestaltung

 

Ein die Kantonsfinanzen stark belastendes Tal wird durch den Steuersitz der Vorderrhein Kraftwerke AG zu einem steuerlichen Ueberschussgebiet und kann andere Gebiete des Kanton Graubündens finanziell unterstützen. Die aus dem Kraftwerkbau den Gemeinden zufliessenden Mittel werden für den Ausbau der Infrastruktur verwendet.

Der Bau von Strassen, Schulhäusern und Lawinenverbauungen führte zu einer Aufblähung des Baugewerbes. Wenn nun diese Strukturänderungen nicht gleichzeitig mit einer Verbesserung der landwirtschaftlichen Betriebsverhältnisse, einer begrenzten Industrialisierung und Massnahmen zur Förderung des Fremdenverkehrs verbunden sind, wird die Abwanderung und Entvölkerung der Talschaft von neuem beginnen.

Die Massnahmen die in der Cadi dagegen er griffen wurden sind richtig, aber auf längere Sicht noch ungenügend.

Im Vergleich zu anderen Alpentälern mit ähnlichen geographischen Verhältnissen, (z.B. das Oberwallis) dürfte die Cadi nicht schlecht abschneiden (Ausnahme Fremdenverkehr).

Der starke Wille der Bündneroberländer ihre Eigentümlichkeit zu bewahren, das Festhalten an der Scholle wirkt sich schlussendlich doch noch auf die Wirtschaft aus. Wird nämlich einmal die Abwanderung gestoppt, so kann auch Kapital in der Talschaft akkumlieren. Eine Abwanderung ist immer mit einem gleichzeitigen Abzug von Vermögen verbunden und kann zur totalen Verarmung einer Gegend führen.

In der vorliegenden Diplomarbeit wurden nicht nur Tatbestände aufgezählt, sondern auch Wertungen vorgenommen und Vorschläge gemacht. Zu kurz gekommen ist die graphische Gestaltung des Themas.

Mir scheint aber andrerseits, dass die reiche Auswahl und Darstellung der Statistiken die gegenwärtigen Verhältnisse deutlich darstellt.

 

 

 

91. Zusammenfassungen 2002

 

Die Idee zu einem Vergleich kam mit der eidgenössischen Volkszählung  2000.  Teile der Arbeit können mit entsprechenden Statistiken verglichen werden. In den letzten 35 Jahren seit Entstehung der Diplomarbeit sind einige interessante Veränderungen eingetreten.

Die Cadi war ein Industrie-Bauernland. Bei stagnierender Bevölkerungszahl ist  eine Desindustrialisierung eingetreten

Die Industrie von Trun ist verschwunden. Dasselbe gilt für Disentis. Es ist auch ein Rückgang der Bauernbetriebe eingetreten. Der dritte Sektor hat sich vergrössert.  Es fehlen aber grosse Kurorte.

 

 Im Kanton Graubünden gibt es drei Regionen die „boomen“. Es sind dies das Churer Rheintal, die Landschaft Davos und das Oberengadin. Kleinere Zentren sind  Arosa, Region Lenzerheide und Flims.,und das Samnaun Zu den stagnierenden Gebieten gehört z.B. das Unterengadin, Mittelbünden ,die Cadi. Eigentliche Randgebiet sind z.B. das Calancatal, Teile des Unterengadin, und Safiental

 

In den nächsten Jahren wird der Bund vermehrt die Agglomerationsgebiete unterstützen müssen. Der Kanton konzentriert sich auf den Ausbau der Kurortsinfrastrukturen. Ich erwähne hier die Umfahrungen von Klosters und Flims.

 

 

  

                        

 

VI Quellen und Literaturverzeichnis

 

1. Karten

 

Geologische Generalkarte der Schweiz l: 200 000 Blatt 7 Ticino, Bern 1955

Landeskarte der Schweiz 1: 50 0000, Blatt 256 Disentis

Landeskarte der Schweiz 1: 25 000

Blatt 1193  Tödi

Blatt 1212  Amsteg

Blatt 1213  Trun

Blatt 1232  Oberalppass

Blatt 1233  Greina

 

 

2. Zeitungen und Zeitschriften

 

Neue Bündner Zeitung, Chur

Bündner Tagblatt, Chur

Gasetta Romontscha, Disentis

Neue Züricher Zeitung

Terra Grischuna, Chur

 

 

3. Luftbilder

 

Landeskarte Nr. 256 NE   Aufnahme Nr. 8428

                                            Aufnahme Nr. 8430

                                            Aufnahme Nr. 9369

                                            Aufnahme Nr. 9371

                                            Aufnahme Nr. 9489

                                            Aufnahme Nr. 9490

                       Nr. 256 E      Aufnahme Nr. 1566

                                             Aufnahme Nr. 1571

                                             Aufnahme Nr. 3890

                                             Aufnahme Nr. 3892

                                             Aufnahme Nr. 3953

                                             Aufnahme Nr. 3955

 

                                         

                              

4. Statistiken und Quellen

 

Allgemeine Ueberprüfung der Bundeshaussubventionen, Bericht der vom Bundes

Rat eingesetzten Expertengruppe, Bern 1966

 

Botschaften des kleinen Rates an den grossen Rat es Kantons Graubünden, Revision

Des  Gesetzes über den interkomunalen Finanzausgleich, Chur 4/1966

 

Die Kraftwerke Vorderrhein im Bündner Oberland, herausgegeben von der Kraftwerke

Vorderrhein AG 1963

 

Ergebnisse von Buchhaltungserhebungen im Landwirtschaftbetrieben Rechnungsjahr 1964. Brugg 1966. Statistische Schriften des Schweizerischen Bauernsekretariates

 

Eidgenössisches Statistisches Amt;

Manuskripte zur Eidgenössischen Betriebszählung 1965

Manuskripte zur Volkszählung 1960

 

Fremdenverkehrsstatistik  des Kanons Graubünden herausgegeben vom Kantonalen

Justizdepartement in Chur

 

Statistische Quellenwerke der Schweiz: (siehe auch Text)

 -Eidgenössische Volkszählung vom 1.Dez.1950 Kanton Graubünden

  Heft 257, Bern 1954

 -Eidgenössische Volkszählung vom 1.Dez. 1960 Kanton Graubünden

  Heft 374, Bern 1965

 -Eidgenössische Betriebszählung 1955, Die Gewerbebetriebe in den Gemeinden,

 Heft 318, Bern 1960

 -Eidgenössische Betriebszählung 1955, Landwirtschaftsbetriebe

  Heft 318, 196o Wohn- und Arbeitsort der Berufstätigen, Heft 383, Bern 1964

 

Statistisches Jahrbuch der Schweiz 1966, Bern 1967

 

50 Jahre Tuchfabrik, Chur 1962

        

 

Nachträge 2002

 

- Graubünden in Zahlen 2002

  Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kantons Graubünden

  2002

 

 - www.gkb.ch

   als pdf-Datei Zahlenspiegel 2002

   http://www.gkb.ch/d/marketing/publikationen/griz_d.pdf

 

 

5. Fachliteratur

 

Bauernhaustypen, in  Geographischer Rundschau, 2.Jahrgang März 1950

 

Baur, Arthur: Wo steht das Rätoromanische heute? Bern 1955

 

Bichsel, Alice: Obersaxen -Ein Bergdorf. SVBL Küsnacht 1966

 

Binggeli, Valentin: Schweizer Heimatbücher. Der Lukmanier, Bern 1963

 

Brügger Christian: Lukmanier und Gotthard eine klimatologische

               Parallele, Chur 1804

 

Büchli, H.  Mytologische Landeskunde Band 2, vom Badus bis zum

              Calanda, Sauerländerverlag Aarau 1966

 

Caduff, Leonhard: Schweizer Heimatbücher, Bündner Bern 1960

    

Casutt, Casper und  Rauch Emil: Zur Agrargeographie des Vorderrheintales

             In Gographica Helvetica 1961/3

 

Columberg, Dumen: Möglichkeiten und Grenzen der Industrialisierung in der Surselva.

            Diplomarbeit, Hochschule für Wirtschafts-und                    

               Sozialwissenschaften St.Gallen 1964

 

Columberg, Dumeni: La Situation economia en Surselva. Edizione della Romania, 

                Disentis 1966

 

Darms, Christian: Wirtschaftsgeographische Untersuchungen in der Gemeinde

                Flond (Bündner Oberland) Sekundarlehrerschlussarbeit, Geographisches

                Institut Zürich, Zürich 1954

 

Friedländer, Carl. A; Erzvorkommen des Bündner Oberlandes und ihre

                 Begleitgesteine. Dissertation Univ. Zürich 1930

 

Früh, J.:  Geographie der Schweiz, St.Gallen 1930-1945

 

Gubelmann, Benedikt Pater: Die Berufsentscheidung der männlichen Jugend der Cadi, die in den Jahren 1955-1959 aus den Schulen entlassen wurden

                  Seminararbeit a Institut für Pädagogik der Universität Freiburg 1964

 

              

Gubelmann, B.P. Vom Bauerndorf zum Fremdenkurort, Disentis.

                       Seminararbeit am Geographischen Institut der Universität

                       Freiburg 1964

Gutersohn, Heinrich: Geographie der Schweiz, Alpen Band II,  Zürich 1961

 

Hager, Karl Peter: Pflanzendecke und Wirtschaft des bündnerischen Vorder-

                      Rheintales. Erhebungen  wildwachsender Holzarten in der

                      Schweiz, Bern 1916

   

Hager, Karl und Pieth , Friedrich: Pater  Placidus a Spescha,Chur 1913

 

Homburger, Wolfgang: Kulturgeographie des rätoromanischen Sprachgebietes in

                       Graubünden. Diplomarbeit, Universität Freiburg im Breisgau 1965     

   

Jäckli, Heinrich: Gegenwartsgeologie des bündnerischen Rheingebietes, Ein Beitrag zur exogenen Dynamik alpiner Gebirgslandschaften.

                        Geotechnische Serie, Lieferung 36, 1957

 

Jenal, Sebastian: Die Wald- Siedlungs- Getreide- und Schneegrenzen im Vorderrheingebiet. Dissertation Zürich 1947  

 

Kilchenmann, André: Strukturanalyse Lenzerheide. Diplomarbeit Geographisches Institut Zürich 1966

 

Klimatologie der Schweiz: Beihefte zu den Annalen der Schweizerischen

                          Meteorologischen Zentralanstalt Zürich

                          Lufttemperatur 1.Teil 1960

                          Lufttemperatur 2.Teil 1961

                          Sonnenscheindauer 1.Teil 1962

                          Bewölkung und Nebel 1963

                          Niederschläge               1965

 

Leemann,Walter: Zur Landschaftskunde des Tavetsch, Natur, Wirtschaft und

                                Siedelung. Dissertation Zürich 1929

 

Leemann, Walter: Ueber die Bevölkerungsbewegung und Abwanderung  im Val

                                 Tavetsch, Schweizer Geograph, Kümmerly &Frey 1930

 

Machatschek, Fritz: Die Terrassen des Vorderrheintales in: Mitteilungen

                                   Der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft Zürich

                                   1927/28, Zürich 1928   

 

Maissen, Aluis: Die Berufsberatung der bergbäuerlichen Jugend

                           Diplomarbeit an der Handelshochschule St.Gallen 1961

 

Muoth, Caspar Die Talgemeinde Tavetsch, in: Bündner Monatsblätter,

                           Chur 1898

 

NZZ: 5.3.1955,  Die Wasserkraftnutzung in Bünden

NZZ: 19.1.1956, Zwei Milliarden kWh am Vorderrhein

 

Oligatti, Guido: Die bündnerische Gemeindeautonomie, Dissertation

                            Universität Zürich, 1948

Pieth, Friedrich: Bündner Geschichte, Chur 1945

 

Planta, Robert und Schorta, Andreas: Rhätisches Namensbuch

              Band I, Zürich 1939

              Band II, Bern 1964

 

Purtscher, Friedrich: Studien zur Geschichte des Vorderrheintales im

                   Mittelalter, Chur 1912

 

PTT, Bern: Lukmanier, Disentis, Alpenführer 1948

 

Sererhard, Nicolin; Einfalte Delineation aller Gemeinden gemeine

                    Dreyen Bünden anno 1742, Chur 1944

 

Schweizerische Vereinigung zur Förderung der Betriebsberatung in der andwirtschaft :Bericht über die Landwirtschaft im Vorderrheintal Graubünden,

auf Grund der Betriebsspiegel 1958/1959,Küsnacht 1960

 

Theobald G. Das Bündner Oberland oder der Vorderrhein mit seinen

                       Seitentälern, Chur 1861

 

Vieli, R.: Vocabulari  Romontsch - Sursilvan -Tudestg.  Ligia Romontscha

                 Cuera 1962

 

Vincenz, A.F. Der Graue Bund, Festschrift zur fünfhundertjährigen Er                Innerungsfeier, Chur 1924

 

Vontobel, J.:  Einfluss der Gesamtmelioration auf Struktur und wirtschaftliche Verhältnisse im Bergdorf (Obersaxen) Küsnacht 1967

 

Weiss, Richard: Häuser und Landschaften der Schweiz. Eugen Rentsch

                            Verlag, Erlenbach 1959

Weiss, Richard: Das Alpwesen Graubündens, Erlenbach 1941

 

Werthemann, Andreas: Land- und alpwirtschaftliche Produktionskataster

                         In Manuskripten 1967, Bern

                         Gemeinde Tavetsch

                         Gemeinde Medel

                         Gemeinde Disentis

                         Gemeinde Somvix

                         Gemeinde Trun

                      

                         Gemeinde Brigels

 

Wettstein, Emil: Zur Anthropologie und Ethnographie des Kreises Disentis

Dissertation Universität Zürich 1962

   

 

 

2002   Nachträge

 

Autorenkollektiv: Handbuch der Bündner Geschichte

Verein für Kulturforschung Chur 2000

 

Maissen Aluis:

Sumvitg/Somvix

Gemeinde Somvix 2000

 

Historisch/Volkskundliches: Hubert Giger

 

Hexenwahn und Hexenprozesse in der Sursersalva

 

Cadi 2002

 

 

200 Jahre Kanton Graubünden

Die Gemeinden des Kantons Graubünden

Die Hausberge des Katons Graubünden

Die Staatsverfassung Graubündens

 

Verlag Rüegger Zürich 2003

 

Archiv communal Tujetsch  2003

Cudischs (una gronda part sur da Tujetzschg

 

www.mypage.bluewin.ch/hendry-tarcisi/Cudischsarchiv/Tujetsch.htm

 

31  Seiten. 351 Literaturangaben

 

 

 

 

 

Sprache und Konfession nach der Volkszählung 2000

 

  

 

Rot= Deutsch

Blau = romanisch

Türkis = italienisch

 

 

 

 

 

 

 

 

Sprachkarte 1990 Weltatlas 2002 

 

 

 

Einführung

 

Auf den ersten Blick besteht kein Zusammenhang In einer multikulturellen Gesellschaft

Wäre ein Mosaik von Sprache und Religion nachzuweisen

Es zeigt sich aber ,dass in Graubünden autochthone Verhältnisse sich erhalten haben

Bei den Sprachen ist ein Vormarsch der deutschen und italienischen Sprache festzustellen.

In Touristikgebieten wie das Oberengadin wird Romanisch zur Minderheitssprache.

Interessant ist auch dass die Katholiken Mehrheitsreligion wurden. Dies ist auf eine

Einwanderung von Italienern und weiteren katholischen Minderheiten zurückzuf¨hren.

Interessant ist der Vormarsch des Islams. Im Durchschnitt mit unter 3% ist das schweizerische

Mittel nicht erreicht.

 

Sprache in der Cadi

 

Die Cadi stellt das grösste romanische Sprachgebiet in Graubünden dar.

Verbunden mit einer Bevölkerungsstagnation und einem eher moderaten Tourismus

Konnte das Surselvische seine Stellung behalten.

 

 

 

 

Konfessionen 2000

 

 

blau= römisch-katholisch

rot = evangelisch

 

Konfession 1990   Weltatlas 2002


 

nach der Volkszählung 2000

 

 

Die Cadi ist eine der geschlossensten römisch-katholischen Regionen der Schweiz

Die Anzahl Katholiken ist über 95% der Gesamtbevölkerung

Es gibt mehrere Gründe. Bei stagnierender Bevölkerungszahl gibt es keine bedeutende

Einwanderung. Die Cadi liegt weit ab von grossen Agglomerationen.

Traditionelle Werte haben Bestand.

 

Link zur Sprache und Konfession

 

Homepage der Ligia romontscha

 

http://www.liarumantscha.ch/

 

Nachschlagewerk zur Romanischen Sprache

 

http://www.svbbpt.ch/Literatur/romantsch/churT1.htm

 

 

 

Homepage zur Stiftung Pater Flurin Maissen

 

 

 

http://www.frr.ch/

 

 

 

Übersicht Konfessionen im Bezirk Vorderrhein

 

                                                          A              b              c          d                 e             f                g             h

 

BEZIRK VORDERRHEIN

8'081

364

43

7'127

 

47

5

 

109

10

153

223

 

Kreis Disentis

8'081

364

43

7'127

1

47

5

1

109

8

153

223

 

3981

Breil/Brigels

1187

57

9

1044

 

10

 

 

13

 

20

34

8

3982

Disentis/Mustér

2172

79

3

1954

 

8

 

 

16

3

42

67

8

3983

Medel (Lucmagn)

470

6

 

433

 

 

 

 

 

 

8

23

8

3984

Schlans

92

7

 

76

 

 

 

 

 

 

7

2

8

3985

Sumvitg

1313

35

10

1199

 

 

5

 

 

4

14

46

8

3986

Tujetsch

1525

142

6

1222

 

23

 

 

63

5

31

33

8

3987

Trun

1322

38

15

1199

 

5

 

 

15

1

31

18

8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A= Einwohner    d= r..katholisch   b=re

 

 

 

 


Somvix  Dorf . Aufstieg nach San Benedetg Aufnahme April 2003

 

 

 

 

Gesamtmelioration Sumvitg

 

Planungsstudie

 

 

 

 

 

Weg nach Sumvitg von der RhB Station aus gesehen.

 

 

Lutz Schmid Ingenieure AG

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

1. Allgemeines

 

1.1 Einleitung

    

      Im November 2001 hat der Gemeindevorstand unsere Firma, die Lutz    

      Schmid Ingenieure AG beauftragt, die Planungsstudie für eine Gesamtmelioration

      Über das Landwirtschaftgebiet Gemeinde Sumvitg (ohne Güterzusammen-

      Legungsgebiet Rabius und ohne Pardomat) zu erarbeiten. Die Studie liefert

      Die Grundlagen für die beschlussfassende Gemeindeversammlung im       Herbst 2002 und soll zugleich der Meinungsbildung im Hinblick auf diese

      Abstimmung dienen.

 

1.2 Grundlagen

       -frühere Vorprojekte und Projektstudien für Gesamtmeliorationen im Gebiet

        -Aufgabenbeschrieb und Offerte für die Planungsstudie 2002

        -Daten der amtlichen Vermessung Sumvitg

        -Ortsplanung Sumvitg, inklusive Teilrevision „Landschaft“ Stand 

          21.07.2001

        -Inventare des Amtes für Natur- und Landschaft Graubünden

        -Landwirtschaftliche Flächenerhebung, Stand 02.05 2002

        -Angaben des Amtes für Landwirtschaft, Strukturverbesserungen

          und Vermessung Graubünden

        -Angaben des Amtes für Wirtschaft und Tourismus Graubünden.

        -Angaben der Gemeindebehörden Sumvitg

        -eigene Beobachtungen im Gebiet

        -Erfahrungswerte aus anderen Gesamtmeliorationen 

 

1.3 Ablauf der Planungsarbeiten

      Auftragserteilung  15. November 2001

     

 usw. siehe Orginal

     

2. Beizugsgebiet

     (Zugehörige Pläne Nr. 41051-01 und 41051-02)

2.1 Bearbeitungsgebiet der Güterzusammenlegung

      Das Bearbeitungsgebiet der Güterzusammenlegung umfasst die stark

      Parzellierten zusammenlegungsbedürftigen Teile des landwirtschaftlich

      Genutzten Gemeindegebiet von Sumvitg.

   

2.2 Beizugsgebiet der Gesamtmelioration

2.3 UVP-Pflicht

 

3. Bestandesaufnahme

3.1 Leitbild der Gemeinde

      Landschaft

      Landwirtschaft

       Wald

       Infrastruktur

3.2 Besiedlung, Bevölkerung, Fremdenverkehr und Beschäftigun

 

 

3.3 Arealstatistik der Gemeinde

 

 

3.5 Angaben zur Landwirtschaft in Sumvitg

       Betriebsflächen

Die Haupterwerbsbetriebe  gehören naturgemäss zu den grösseren, die Nebener

 

Werbsbetriebe zu den kleineren Betrieben

Durchschnittliche Betriebsfläche im Jahre 2001   

 

 

 

 

Hektaren/Betrieb

 13.0

Hektaren/Haupterwerbsbetrieb

Hektaren/Nebenerwerbsbetrieb

 19.0

    4.0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    

 

 

 

          Betriebszahlen

 

 

 

 

 

 

 

Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Kennzahlen in der Gemeinde spiegelt

Den gesamtschweizerischen Trend

 Entwicklung der Betriebszahlen zwischen 1990 und 2001

 

 

 

 

 

 

3.5 Angaben zur Landwirtschaft in Sumvitg

Das Siedlungsgebiet (Bauzonen) im Bearbeitungsgebiet ist weitgehend als

Innerer Bearbeitungsperimeter ausgeschlossen. Es beträgt ca 35 Hektaren und

Ist in den obigen Angaben nicht erhalten

Das Verhältnis von zirka 78% zu rund 20% wiederspiegelt das stellenweise

Starke Ineinandergreifem von landwirtschaftliche genutzter Fläche und Waldareal.

 

 

3.5 Angaben zur Landwirtschaft in  Sumvitg

 

Betriebsfläche

 

Betriebszahlen

 

Verteilung der Betriebe nach Grossvieheinheiten (GVE)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Betriebsleiter

Tierbestände und Düngerbelastung

Bewirtschaftete Flächen

Im Plan 41051-02 sind die Bewirtschaftungsflächen von sieben Betrieben am

Stichtag 02.05 2002 aufgezeichnet.

 

Stallbauten

3.5 Stand der Ortsplanung

3.7 Strassen und Wege

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kantonsstrassen

    Samelstrassen der Gemeinde

    Wald-und Alpwege

    Güterwege

3.8 Weitere Verkehrsanlagen

    Fuss -und Wanderwege

    Radweg

    Rhätische Bahn

    Parkierung

 

3.9 Weitere Anlagen für Freizeit und Tourismus

    300 m- Schiessanlage

    Spiel- und Sportplatz

    Loipe

    Campingplatz

 

3.10 Natur- und Landschaftsschutz, Schutz von Quellen und Objekten (Inventar)

    Grundsatz

    Für die Bearbeitung Ortsplanung hat das kantonale Amt für Natur- und Land-

    Schaft seine Inventare zur Verfügung gestellt und durch eine Kartierung der

    Schützenswerten  Hecken und Feldgehölze aus dem Jahr 1999 ergänzt. Die

    Die vorliegende Studie wiederum stützt sich auf die entsprechenden Teile

    Der Ortsplanung. Durch den Einbezug der Ergebnisse der Ortplanung und

    Weiterer Inventare des ANL konnte auf ein eigenes Landschaftsinventar für

    Für die Planungsstudie verzichtet werden.

 

    Naturschutzzonen

    Naturobjekte

    Landschaftsschutzzonen, Hochbauverbot

    Erhaltenswerte Kulturlandschaft

    Kulturobjekte

    Archäologiezonen

    Historische Verkehrswege

    Gebiete mit ortstypischen Anlagen und Bauten

    Grundwasser und Quellschutzzonen

       

 

 

 

4.  Problemanalyse 1.Teil

   Der zweite Teil der Problemanalyse stützt sich auf die Umweltverträglichkeits-

    Prüfung. Er kann daher erst später erstellt werden

 

  4.1 Bevölkerung

   Ein bedeutender Teil der dauerhaft ortsansässigen Bevölkerung ist in der Land-

   Witschaft tätig. Es wird jedoch immer schwieriger in diesem Bereich ein genüg-

   Endes Familieneinkimmen zu erwirtschaften. Die Betriebszahlen und mit ihnen die

   Landwirtschaftliche Bevölkerung nehmen seit langem ab.

 

  4.2 Produktivität der Landwirtschaft

  4.3 Eigentumsverhältnisse

  4.4 Dienstbarkeiten, An- und Vormerkungen

  4.5 Natur und Landschaft

  4.6 Strassenverkehr

  4.7 RhB - Geleise  

 

 

 

5.  Ziele der Gesamtmelioration

 

  5.1 Bevölkerung

  Die Melioration trägt zur Sicherung der Existenz der landwirtschaftlichen Bevölkerung

  In den Fraktionen von Sumvitg bei.

 

  5.2 Landwirtschaft

 Eine effiziente Landwirtschaft benötigt geeignete Infrastrukturen als Produktions-

 Grundlage. Die Landwirtschaftsbetriebe sollen mit weniger Aufwand produzieren

 Können. Die Melioration will die erkannten Probleme im Bereich der überbetrieblichen

 Landwirtschaftlichen Infrastruktur lösen und damit die Basis für Effizienzverbesserung.

 Der Landwirtschaftsbetrîebe schaffen. Nicht angestrebt wird hingegen eine Produktions-

 Steigerung (Ausweitung der Produktionsmenge).

 

  5.3 Eigentumsverhältnisse

 

  5.4 Dienstbarkeiten, An- und Vormerkungen

  5.5 Natur und Landschaft

 

  5.6 Strassenverkehr

Das bestehende Strassennetz wird für die landwirtschaftlichen Transportbedürfnisse

Ergänzt. Der landwirtschaftliche Verkehr auf der Oberalpstrasse (A19)

Insbesondere auf dem Abschnitt Sumvitg- Cuas, wird durch geeignete Mass-

Nahmen reduziert. landwirtschaftliche Fahrzeuge müssen nach der Melioration

Nicht mehr auf der A10 abgestellt werden

 

 

 

 

 

  5.7. RhB-Geleise

  5.8 Koordination

 

6.  Massnahmen der Gesamtmelioration(Vorschlag)

  6.1 Güterzusammenlegung

  6.2 Erschliessung

  6.3 Kulturtechnische Begleitmassnahmen

  6.4. Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

 

Die Gesamtmelioration Sumvitg unterliegt der Umweltverträglichkeitsprüfung

(UVP). Die entsprechenden Untersuchungen und deren Auswertung stehen am Anfang

der Meliorationsarbeiten. Der zweite Teil der Problemanalyse, das Auflageprojekt, die Güterzusammenlegung und die Erschliessung stützen sich auf diese Ergebnisse

Damit wird sichergestellt, dass die Eigenarten und Stärken von Natur und Land-

Wirtschat in Sumvitg erhalten bleiben.

 

 

 

  6.5 Gemeindekommission als leitendes Organ

 

 

Die Gesamtmelioration Sumvitg soll von einer Kommission der Gemeinde durch-

Geführt werden Damit ist die Koordination mit den Vorhaben und Anliegen der

Gemeinde sichergestellt.                                                                                                                                                                             Die Koordination mit Vorhaben des Kantons obliegt dem

Kantonalen Amt für Landwirtschaft, Strukturverbesserungen und Vermessung, das die Gesamtmelioration begleitet.

 

 

 

 

7.  Kosten

  7.1 Kostenschätzung

  7.2 Finanzierung

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


8. Realisierungsprogramm

 

Anhang

 

.Wegtabelle

.Realisierungsprogramm

 Ausschlagsgebend für die Dauer der Gesamtmelioration ist das gesamte

Investitionsvorlumen von 17.0 Millionen Franken bei Wegnetz. Mit der

 

 

 

 

 

Annahme, dass im Mittel jährlich Fr.850000 eingesetzt werden können, ergibt

dies eine Bauzeit von 20 Jahren. Mit den unumgänglichen Vorbereitungs- und

Abschussarbeiten bedeutet dies, dass die Gesamtmelioration Sumvitg voraussichtlich

25 Jahre dauern wird

 

 

 

 

Herr Monn ist Gemeindeschreiber in Sumvitg

Die Gemeindeschreiber sind die Seelen des Föderalismus