MONETARISMUS DER EUROPÄISCHEN UNION
Die Europäische Gemeinschaft wurde vor mehr als vierzig Jahren gegründet mit
dem Ziel, den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Mitgliedstaaten zu
fördern und ein friedliches und geordnetes Zusammenleben zu erreichen. Je
länger diese Staatengemeinschaft besteht, desto offensichtlicher werden die
Fehler und Schwächen der sozialistischen Kommandowirtschaft in Brüssel. Statt
Wohlstand und Einigkeit herrschen in "Europa" Krieg in Yugoslavien, Unruhen in
Nordirland und im Baskenland, Uneinigkeit und Streit unter den Mitgliedländern
und eine zunehmende Arbeitslosigkeit und Verschuldung.
Untersucht man die Gründe, die zu dem immer grösser werdenden Fiasko führen,
so sind besonders zwei fundamentale Konstruktionsfehler evident:
1. Das Brüsseler-Europa ist bürokratisch-zentralistisch statt
föderalistisch-demokratisch aufgebaut.
2. Die EU ist eine Hochburg der Monetaristen.
Die von Milton Friedman in den sechziger Jahren entwickelte Wirtschaftstheorie
des Monetarismus macht die Geldwertstabilität und das Wirtschaftswachstum von
der Steuerung der Geldmenge abhängig. Eine Verknappung des Geldangebotes lässt
die Zinsen steigen und drosselt die Konjunktur, während eine Ausweitung der
Geldmenge sinkende Zinsen und mit zeitlicher Verzögerung einen
Wirtschaftsaufschwung bewirken.
Betrachtet man diese Theorie in der Praxis, so kann man in der Tat
feststellen, dass bei steigenden Zinsen die Inflation bekämpft, die Konjunktur
jedoch abgewürgt wird. Umgekehrt wird ein Wirtschaftsaufschwung durch sinkende
Zinsen und eine mässige Inflation ausgelöst.
Die Steuerung der Geldmenge, Aenderung der Leitzinsen (Diskont- und
Lombard-Satz) Ver- und Ankauf von Devisen, sind Massnahmen der Notenbank, die
der Sicherung des Geldwertes dienen; sie dürfen keinesfalls zur Ankurbelung
oder Dämpfung der Konjunktur ergriffen werden. Im Klartext heisst das: Mit dem
Oeffnen des Geldhahns wird eine kranke Wirtschaft nicht geheilt. Wird der
Geldhahn zugedreht, leidet die gesunde Wirtschaft.
Die Europäische Union hat mit dem Maastricht-Vertrag eine Barriere errichtet,
die neben dem Monetarismus ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum und die Bildung
der Vereinigten Staaten von Europa verunmöglicht.
STÄRKE UND SCHWÄCHE DES
SCHWEIZERFRANKENS
Der Zustand des Geldwesens eines Volkes
ist ein Symptom aller seiner Zustände.
J.A. Schumpeter (1883 - 1950)
Nach meiner Rückkehr aus New York im Jahre 1951 suchte ich eines Tages Dr.
Fritz Leutwiler auf, der als Sekretär bei der Vereinigung für gesunde Währung
tätig war. Die im Jahre 1934 gegründete Organisation wurde von Dr. Heinrich
Daeniker, Direktor der Zürcher Kantonalbank, präsidiert und verfolgte den
Zweck, das Schweizervolk in Fragen des Geldwesens aufzuklären und im Interesse
der Volkswirtschaft für eine gesunde Währung einzutreten. - Dank einer
vorbildlichen Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank, die damals von
Prof. Paul Keller geleitet und von Bundesrat Ernst Nobs, Vorsteher des
Eidgenössichen Finanzdepartementes, unterstützt wurde, entfaltete diese
Vereinigung eine erfolgreiche Tätigkeit. Im In- und Ausland ist das Vertrauen
in den Schweizerfranken ständig gewachsen. Unsere Währung konnte sich
allerdings dem weltweiten Trend der kontinuierlichen Wertverminderung nicht
entziehen. Ungeachtet dieser Tatsache konnte die Schweiz bei der Bewertung der
wichtigsten Währungen den Spitzenplatz behaupten. Die kluge und weitsichtige
Politik unserer Währungsbehörde fusst auf unserem liberalsozialen Rechststaat,
einem geordneten Staatswesen und einer hochstehenden Gerichtsbarkeit.
Neutralität und Verfassungstreue gehören zu unseren unverrückbaren
Staatsmaximen. Unser Volk zeichnet sich aus durch seine Verbundenheit mit
allen Nationen auf wirtschaftlichem, kulturellem und humanitärem Gebiet. Wo
immer die Gefahr des Abdriftens von diesen fundamentalen Merkmalen besteht,
regen sich Kräfte für die Sicherung der von unseren Vorfahren ererbten Güter:
Wohlstand, Eintracht, Unabhängigkeit und Freiheit.
Ein Blick über unsere Landesgrenze hinaus genügt, um festzustellen, dass sich
unser stetes Bemühen um grösstmögliche materielle und ideelle Sicherheit in
einem Umfeld abspielt, das immer wieder von Krisen im öffentlichen Leben
heimgesucht wird. Eine vernünftige Politik zu befolgen, liegt bei den meisten
Ländern nicht mehr im Bereich des Möglichen. Die Grundsätze einer gesunden
Wirtschafts- und Währungspolitik sind abhanden gekommen. Diese verhängnisvolle
Entwicklung hat dazu geführt, dass viele Ausländer ihr Geld in unser Land mit
einer intakten Währung retten.
Der seit Jahrzehnten stattfindende Zustrom von Auslandsgeld, der in jüngster
Zeit noch zugenommen hat, stellt unsere Währungshüter vor neue Probleme, kommt
doch viel schmutziges Geld in unser Land. Nicht nur Drogen-, Mafia-, Stasi-
und Waffenschieber-Gelder, sondern auch Steuerfluchtgelder und verschiedene
Gattungen anderer Provenienzen suchen bei uns Asyl. Wie lückenhaft unsere
Massnahmen zur Abwehr dieses Zustroms sind, wurde erneut im Fall der
Geldwäscherei bei der Schweizerischen Bankgesellschaft offensichtlich und
durch den Verwaltungsratspräsident dieser Bank unterstrichen, der erklärte,
dass jedes Jahr mehrere hundert Millionen Franken Drogengelder auf Bankkonten
fliessen. Paolo Bernasconi, Professor für Wirtschafts-Strafrecht doppelte
nach, indem er sich zum Fall der Geldwäscherei wie folgt äusserte: Gegen die
organisierte Kriminalität verabschiedete das Parlament einen Papiertiger, weil
Politiker und Polizei überlastet und fachlich zu wenig ausgebildet sind.
Die Stärke des von dubiosen und kriminellen Leuten bevorzugten
Schweizerfrankens kann in eine Schwäche umschlagen, wenn wir nicht dafür
sorgen, dass bei einem Abzug dieser Gelder ein Schaden für unsere Währung
entsteht. Das schmutzige, heisse und schwarze Geld liegt ja nur zum Teil auf
Bankkonten; es wurde vielfach zum Kauf von Immobilien (via Strohmänner),
Aktien und Obligationen Schweizer Unternehmen, insbesondere Banken und
Industrien, verwendet.
Von den Vorkehrungen, die wir treffen müssen, seien nur einige wenige Aufgaben
erwähnt. In erster Linie muss unsere Wirtschaft gedeihen und unsere Währung
gesund erhalten bleiben. Unsere Investitionen im Ausland sind weiterhin zu
verstärken, sei es durch Wiederanlage der erarbeiteten Gewinne der
Tochergesellschaften unserer multinationalen Unternehmen oder durch neue
Investitionen in neuen Ländern oder solchen, in denen noch zu wenig investiert
wurde. - Unsere Banken und Finanzgesellschaften müssen nicht nur bei
Ausleihungen sondern auch bei der Entgegennahme der Gelder von der Integrität
des Kunden überzeugt sein. Ein Ueberwachungsorgan hat die Aufgabe,
Kundengelder und Depots laufend zu untersuchen, um festzustellen, ob trotz
Beachtung der Sorgfaltspflicht schmutziges oder schwarzes Geld versteckt ist.
Die wichtigste Massnahme besteht in der Vermehrung der Goldreserve der
Schweizerischen Nationalbank und in der Rückkehr zum Goldstandard. Ist der
Schweizerfranken durch Gold und in Gold konvertierbare Devisen und
wertbeständigen, kurzfristigen Staatsschuldverschreibungen gedeckt, hat das
Auslandsgeld kein Anlass, aus dem Schweizerfranken zu steigen. Die Schweiz
kann so den Franken am besten verteidigen und sich von Währungsturbulenzen
fernhalten.
WÄHRUNGSORDNUNG IN WEITER FERNE
Es scheint, dass in den Jahren seit dem letzten Weltkrieg bewährte Grundsätze
der Nationalökonomie mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind. Aus der
Vielfalt der Ueberlegungen seien nur einige wenige zentrale Aspekte
aufgelistet.
Entsprechend dem Wachstum der Volkswirtschaft eines Landes sollte die
Geldmenge zunehmen, nicht mehr und nicht weniger. Damit wird ein Gleichgewicht
geschaffen, Grundbedingung einer stabilen Währung. Fundament einer gesunden
Währung ist ein guter Zustand der Volkswirtschaft.
Die Kernfrage bei der Schaffung einer neuen Währungsordnung ist und bleibt:
Wie kann ein Land dazu gebracht werden, dass bei einer rückläufigen
Konjunktur, einem Börsenkrach oder zur Finanzierung des Staatsdefizites nicht
die Notenpresse eingesetzt wird? Die meisten Länder haben den gefährlichen Weg
des Deficit spending eingeschlagen, ohne sich dabei Rechenschaft abzulegen,
dass diese Politik eine ständige Verschlechterung der Währung und eine immer
grösser werdende Staatsverschuldung zur Folge hat. Solange die Staatsmänner
sich nicht zu einem Neubeginn auf der Grundlage einer gesunden
Wirtschaftsordnung bekennen ist jede Diskussion über eine Währungsreform
nutzlos. Der Weg aus dem Dickicht um nicht zu sagen Dschungel gigantischer
Staatsverschuldung wird wohl nur geöffnet werden können, wenn durch eine
massive Abwertung oder einen Währungsschnitt die desolate Finanzlage saniert
wird. So schwer auch das Eingeständnis falscher Wirtschaftspolitik sein mag,
ist es doch wie bei einer lebensnotwendigen Operation besser, das Uebel zu
beseitigen bevor es zu spät ist. Es versteht sich von selbst, dass die Lehre
der Monetaristen, die zum verfahrenen Geldwesen führte, aufgegeben werden
muss.
Wie bei einem privaten Haushalt, muss sich auch der Staat in Zukunft wieder
nach der Decke strecken, das heisst: Nicht mehr ausgeben als einnehmen. Und
wenn einmal ein Land in mageren oder gar krisengeschüttelten Jahren ein
Staatsdefizit ausweisen muss, ist es unausweichliche Pflicht der Regierung,
dafür zu sorgen, dass die entstandenen Schulden in besseren Zeiten sukzessive
und vollständig abgebaut werden. Einmal mehr muss auch davor gewarnt werden,
das Heil in neue Ideen, wie die Verankerung der Weltwährungsordnung in den
Sonderziehungsrechten, zu suchen. Wir haben leider keine Währungsordnung,
sondern - wie sich vor einigen Jahren Edouard Balladur, damals französischer
Wirtschafts- und Finanzminister, äusserte - eine Währungsunordnung.
VOR EINER NEUEN WÄHRUNGS- UND
FINANZKRISE
Oft wird behauptet, dass die heutige Situation nicht mit der
Weltwirtschaftskrise von 1929 - 1933 zu vergleichen sei. Tatsächlich ist ein
solcher Vergleich falsch, hat sich doch die Welt in den letzten sechzig Jahren
grundlegend verändert. Probleme der Dreissiger Jahre sind grösstenteils
verdrängt worden durch Schwierigkeiten, die an Umfang und Brisanz die alte,
biedere Wirtschaftsordnung in nostalgisches Licht rücken.
Wie zeigen sich die heutigen Verhältnisse? USA als Führungsmacht des Westens
ist stark verschuldet, geleitet von einem schwachen Präsident und einem
Kongress, unfähig das Krebsübel des Handelsbilanz- und
Staatshaushalt-Defizites wirksam zu bekämpfen. Keine Partei, weder die
Demokraten noch die Republikaner sind imstande, die dringend notwendigen
Massnahmen zur Verhinderung der Talfahrt des US-Dollar-Kurses zu treffen. Im
Hintergrund lauern die ungelösten Fragen der Verschuldung der meisten Länder
der westlichen Hemisphäre, die hohen Arbeitslosenquoten und das finanz- und
währungspolitische Auseinandertreiben der Industrieländer der freien Welt. Die
jüngste Baisse des US-Dollars deutet die Gefahr an, die der liberalen Welt
droht. Eine neue dauerhafte Währungsordnung wird erst dann Gestalt annehmen,
wenn die Grundsätze einer vernünftigen Wirtschaftspolitik wieder von allen
Nationen mit einer demokratischen Staatsform befolgt werden. Allzulange hat
das Primat der Geldmengenpolitik die Lösung globaler Probleme verhindert.
Einfach ausgedrückt will das heissen, dass mit der seit vielen Jahren
praktizierten Geldschöpfung (Vermehrung der Geldmenge durch zusätzliche
Ausgabe von Banknoten und Münzen oder durch Kreditgewährung des Bankensystems)
eine kranke Wirtschaft nicht kuriert werden kann. Jede monetäre Massnahme
birgt die Gefahr in sich, das Symptom statt die Ursache des Uebels zu
bekämpfen. In dieser verhängnisvollen Entwicklung stecken wir heute so stark,
dass es schwer hält, nicht nur die gegenwärtige verfahrene Situation zu ändern
sondern das Hineinschlittern in eine neue Währungs- und Finanzkrise zu
verhindern. - Die Lage ist deshalb so heikel, weil jede ungeschminkte
Darstellung der prekären Verhältnisse sofort mit Vehemenz als Panikmacherei
angeprangert wird. Die verhängnisvolle, jahrzehntelang befolgte Praxis vieler
Staaten, mehr auszugeben als einzunehmen, und das Unvermögen der grössten
Wirtschaftsmacht USA, das Schuldenmachen inskünftig radikal einzudämmen,
werden dazu führen, dass die freie Welt immer mehr von der finanziellen Seite
her bedroht wird. Die Staatsschuld der USA, welche heute 4.500 Milliarden
US-Dollar beträgt, der US-Dollar, der praktisch nur durch amerikanische
Staatspapiere gedeckt ist, die Tatsache, dass die Japaner trotz eines starken
Yens immer grössere Handelsbilanz-Ueberschüsse erzielen und an den Konferenzen
der G7-Länder die wichtigsten Fragen (Verschuldung, Arbeitslosigkeit und
Dollarschwäche) ungelöst bleiben, diese Feststellungen sollten genügen,
unverzüglich alles vorzukehren, den überfälligen Heilungsprozess der
Weltwirtschaft einzuleiten.
WARUM DER GOLDPREIS STEIGEN WIRD
Das Gold ist mit dem Aufkommen von künstlichen Ersatzmitteln, wie z.B.
Sonderziehungsrechte, und finanztechnischen Spitzfindigkeiten (Währungskörbe)
von seiner Funktion als Währungsdeckung verdrängt worden. Die einzelnen
Staaten versäumen ihre Pflicht, die Vermehrung des Geldes im Rahmen des
Wachstums der Wirtschaft zu halten. Eine überbordende Ausgabenpolitik schwächt
die Währung, deren Wert unaufhörlich sinkt. Dieser Zustand wird
voraussichtlich noch einige Zeit andauern. Die Völker haben sich damit
abgefunden, dass ihr Geld stets an Wert verliert. Bedeutende
Wirtschaftswissenschafter verkünden, dass eine mässige Geldentwertung, sprich:
Inflation, die Konjunktur ankurble. Dabei verschliesst man sich der Tatsache,
dass bei sinkender Inflation die Arbeitslosigkeit steigt, die Steuereinnahmen
des Staates abnehmen und die Schulden zunehmen. Diese Entwicklung kann sich
lange Zeit fortsetzen und wird dann zu Ende gehen, wenn das Vertrauen in die
Währung verloren geht und eine Kapitalflucht das Land zwingt, seine Währung
abzuwerten. Erfolgt eine Flucht ins Gold, so wird der Preis steigen,
desgleichen wenn Staatspapiere massiv verkauft und die Erlöse in Sachwerte
angelegt werden. - Es wäre falsch, daraus den Schluss zu ziehen, Gold als
dauernde Anlage zu kaufen. Gold bringt kein Ertrag, höchstens ein
Spekulationsgewinn. Erstklassige Goldminen-Aktien dagegen sind eine geeignete
Investition, bilden aber zur Erhaltung der Vermögenssubstanz nur eine der
vielen Anlagemöglichkeiten. Zum Schluss noch das Eine: Die Kaufkraft des
Geldes nimmt ständig ab, selbst in Zeiten wo die amtliche Statistik ein
Rückgang der Lebenshaltungskosten meldet. Die im Verborgenen und schwer
messbare Inflation (neue Steuern und Abgaben, geringere Quantität oder
Qualität und Leistung bei unveränderten Preisen) schreitet fort. Das
Papiergeld wird immer weniger wert. Ergo steigt der Preis des Goldes jedoch
erst, wenn die Notenbanken kein Gold mehr kaufen
.
INFLATIONSRATE SINKT -
ARBEITSLOSIGKEIT STEIGT
Prof. Karl Brunner und Prof. Gottfried Haberler haben einst erklärt, dass
jeder Wirtschaftsaufschwung mit einer grösseren Inflationsrate verbunden sei.
Mit der Inflation verhält es sich gleich wie mit gewissen Medikamenten: In
kleinen Dosierungen wirken sie stimulierend, in grösseren Mengen tödlich.
Erhält die Preisstabilität erste Priorität der Notenbank und wird die
Inflation rigoros bis auf den Nullpunkt gedrückt (was heute in der Schweiz im
Vergleich zum Vorjahr der Fall ist), leidet die Konjunktur und dauert dieser
Zustand längere Zeit an, wächst die Gefahr einer Depression. Dieser Vorgang
ist deshalb so bedrohlich, weil auf der Wirtschaft nicht nur eine
konjunkturelle sondern auch eine strukturelle Arbeitslosigkeit lastet. Wohl
haben wir die konjunkturelle Talsohle überwunden. Das Bruttosozialprodukt
steigt, wenn auch in unbefriedigendem Mass. Angesichts des Defizites der
Staatsrechnung von 7 - 8 Milliarden Franken, ist der Staat gezwungen, Ausgaben
zu kürzen und auf Investitionen zu verzichten. Die Auftriebskräfte werden
dadurch stark gedämpft. Die hohe Zahl der Arbeitslosen wird kaum massiv
abgebaut werden können, es sei denn, wir können unsere Position auf dem
Weltmarkt noch mehr ausbauen. Die Zunahme des Auslandabsatzes im 1. Halbjahr
1994 darf als erfreuliches Zeichen des Leistungspotentials unserer Industrie
gewertet werden.
Neben der konjunkturellen Arbeitslosigkeit hat sich mit dem Umstellungsprozess
auf Computer und Roboter die strukturelle Arbeitslosigkeit verschärft. Dies
alles spielt sich in unserer Zeit der Ueberflussgesellschaft ab. Das
Ueberangebot von Gütern stösst einerseits auf eine schwächere Käuferschaft und
andererseits auf Konsumenten, die preiskritisch und weniger ausgabefreudig
sind. Das Verhältnis Angebot/Nachfrage ist gestört. Eine Preisstabilität kann
auch mit monetären Massnahmen nicht erreicht werden.
DER KLINISCH TOTE MAASTRICHT-VERTRAG
Im Jahre 1938 erschien eine Schrift von einem Verfasser aus dem Kreise der
Paneuropa-Bewegung mit dem Titel: S'unir ou mourir. Le problème de la paix.
Die Thesen lauteten wie folgt:
1. Europa wird verarmt und auf die Stufe eines Satelliten sinken falls der
alte Kontinent keine Zollunion oder Wirtschaftsgemeinschaft gründet.
2. Sollte sich Europa nicht zu einem föderativen Staatenbund vereinigen, wird
es in kurzer Zeit Vasall einer der drei Wirtschaftsgrossmächte.
3. Einmal verarmt und unter der Herrschaft einer Grossmacht, wird Europa samt
der weissen Rasse seine zivilisatorische Vorrangstellung verlieren.
Kurz: Europa ist von drei unmittelbaren Gefahren bedroht, nämlich Armut,
Vasallentum und Kulturverlust.
Einzige Lösung: Die Vereinigten Staaten von Europa - Die Schweiz - Modell für
ein neues Europa.
Erst nach dem 2. Weltkrieg (1939 - 1945) nahm die Idee von Graf
Coudenhove-Kalergi mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
(EWG/Gemeinsamer Markt) im Jahre 1957 Gestalt an. Ziel dieser Organisation:
Gemeinsamer Agrar-und Industriemarkt sowie schrittweise Verschmelzung der
Volkswirtschaften der 6 Mitgliedstaaten, deren Zahl bis heute auf 12
angewachsen ist. Nach verschiedenen Vertragsänderungen erfolgte am 7. Februar
1992 die Unterzeichnung des am 11. Dezember 1991 vom Europäischen Rat in
Maastricht beschlossenen Vertrages über die Europäische Union, Grundlage der
Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sowie einer gemeinsamen Aussen-
und Sicherheitspolitik. Noch bevor dieser Vertrag in Kraft trat, tauchten
dermassen viele Mängel auf, dass die Europäische Union in der heutigen Form
nicht funktionieren kann.
So hat Maurice Allais, Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaft 1988, ein
überzeugter Europäer, im August 1992 ein Büchlein "Erreurs et impasses de la
construction européenne" (Editions Clément Juglar, Paris) herausgegeben, in
dem er sich mit dem Vertrag von Maastricht auseinandersetzt. Von den in dieser
Veröffentlichung dargelegten fundamentalen Konstruktionsfehlern seien nur die
wichtigsten Mängel stichwortartig aufgeführt.
• Der Europarat, indem die Sozialisten am stärksten vertreten sind, hat nur
spärliche Rechte.
• Legislative und Exekutive sind vermischt.
• Das Gericht hat keine demokratische Legitimation und urteilt auf der
Grundlage des EU-Rechtes
• Bürokratisch-despotische Kommission, die bestimmt, was dem Europarat zur
Beschlussfassung vorgelegt wird.
• Der Europarat, der drei Mal im Jahr zusammentritt, steht vor einer nicht zu
bewältigenden Arbeitslast.
• Das Prozedere bei negativen Abstimmungsresultaten ist zu kompliziert.
• Das Subsidiaritätsprinzip kann verschieden ausgelegt werden.
Von einer höheren Warte aus betrachtet, ergeben sich folgende Ueberlegungen:
Europa ist kulturell, sozial und ökonomisch ein ungleichartiges Gebilde. Die
einzelnen Staaten sind wirtschaftlich auf so unterschiedlichem Niveau, dass
eine Eingliederung in eine Europäische Staatengemeinschaft ausgeschlossen ist.
Heute schon gibt es zwei Kategorien: EU-Staaten, welche die gesetzlichen
Auflagen mit Ausnahme der Beitrittskriterien erfüllen und solche, wie
Grossbritannien und Dänemark, die Ausnahme-Regelungen durchsetzen konnten.
Die Beitrittskriterien, wonach das Budgetdefizit der EU-Länder höchstens 3 %
und die Staatsschuld maximum 60 % des Bruttoinlandproduktes betragen darf,
stellen ein Hindernis dar, an dem alle 12 Mitgliedländer mit Ausnahme von
Luxemburg scheitern, was nebenbei bemerkt auch für die beitrittswilligen
Staaten Oesterreich, Finnland, Norwegen und Schweden gilt und überdies einen
Beitritt der Länder Mittel- und Osteuropas zum Brüsseler Europa versperrt.
Eine Währungsunion ohne harmonisierte Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik
ist von vornherein ein Ding der Unmöglichkeit. Oekonomisch gleichgerichtete
Volkswirtschaften gibt es in Europa nicht, ein Zustand der ohne eine
grundlegende Aenderung der materiellen und ideellen Gegebenheiten ins Reich
der Utopie gehört.
Wie brüchig das Fundament der Europäischen Union ist, zeigt sich mit aller
Deutlichkeit beim Kohäsionsfonds. Griechenland, Portugal, Spanien und Irland
erhalten von der EU Beiträge in Höhe von 2 Milliarden ECU (3,2 Milliarden
Schweizerfranken), die von den Mitgliedländern aufgebracht werden müssen. Ein
grösserer Umverteilungsprozess sozialistischer Prägung bei leeren Staatskassen
und hochgesteigerter Verschuldung ist schlechterdings unvorstellbar.
Ebenso problematisch wird die Sache bei der Europäischen Zentralbank, die für
die Preisstabilität sorgen soll. Dieses von Deutschland beherrschte Institut
verschreibt sich der Geldmengenpolitik. Immer mehr wird offensichtlich, dass
die Notenbanken das Steuer verlieren weil die Geldmenge unregulierbare
Ausmasse annimmt (der tägliche Umsatz der Banken im Gebiet der OECD
überschreitet den Gegenwert von 1 Milliarde Franken) und sich die
Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes gewaltig beschleunigt hat.
Auf der Bühne dieses Geschehens spielt sich der Wertzerfall der Währungen ab,
den aufzuhalten oberste Aufgabe der Regierungen und Notenbanken sein sollte..
Der Ende 1994 abtretende Präsident der EU-Kommission, Jacques Delors, hat
kürzlich erklärt, dass sein Nachfolger mit grossen Schwierigkeiten
konfrontiert werde, eine Aussage, die sich heute schon bewahrheitet. Der
Maastricht-Vertrag bildet das unüberwindliche Handikap der Europäischen Union.
BETRACHTUNGEN ZUM US-DOLLAR
Untersucht man die Ursachen des schwindenden Vertrauens in den US-Dollar, so
lässt sich unschwer erkennen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine
verhängnisvolle Wirtschafts- und Finanzpolitik betreiben. Verschiedene Länder
haben in einigen Sektoren der Wirtschaft - zum Beispiel Japan (Autos,
Elektronik, Optik und Photo u.a.m.) - USA überflügelt. Weit gravierender ist
das Finanzgebaren der amerikanischen Regierung. Die gewaltigen Defizite der
Handelsbilanz und des Staatshaushaltes untergraben das finanzielle Fundament.
Die Staatsschuld ist, wie an anderer Stelle erwähnt, auf 4,5 Billionen
US-Dollar angewachsen, während USA heute mit 555 Milliarden US-Dollar (1985:
71, 1987: 265 Milliarden US-Dollar) grösstes Schuldnerland der Welt geworden
ist. Ungeachtet dieser unheilvollen Situation gewährt USA vielen Staaten
weiterhin massive finanzielle Hilfe mit Geldern aus der auf Hochtouren
laufenden Notenpresse. - Der US-Dollar war bis 1992 Leitwährung, d.h. er wurde
im Ausland ohne Einschränkung als Zahlungsmittel anerkannt. Der Japanische Yen
und die Deutsche Mark werden seither von zahlreichen Notenbanken als
Reservewährung gehalten, wodurch der US-Dollar mehr und mehr verdrängt wird.
Die Wertverminderung des US-Dollars wird besonders augenfällig wenn man die
Entwicklung des Wechselkurses in der Schweiz betrachtet.
Kurs des US-Dollars im Jahre 1945: SFr. 4.30
Kurs des US-Dollars im August 1994: SFr, 1,40
Wird diese Wertverminderung von ca. 66 % innert 50 Jahren extrapoliert,
ergeben sich folgende Kurse für 1 US-Dollar: 1999 SFr. 1.15, 2004 SFr. 1.--.
Eine Wende in USA wird erst eintreten wenn die Regierung das Deficit spending
aufgibt und die Notenbank konsequent eine Stabilitätspolitik befolgt indem sie
mit dem ungezügelten Druck von Dollarnoten aufhört.
GOLDVERKÄUFE DER NOTENBANKEN
Im Jahre 1976 verkaufte das amerikanische Schatzamt im Auktionsverfahren 778
Tonnen Gold zum Durchschnittspreis von rund US-Dollars 130.-- pro Unze und
1978/79 nochmals 126 Tonnen zu ungefähr US-Dollar 200.-- pro Unze. Holland
veräusserte im Jahre 1993 400 Tonnen Gold zum Preise von US-Dollar 330.-- pro
Unze durch Abrechnung eines gegen Ende 1992 abgeschlossenen Termingeschäftes.
Rekordverkäufe erfolgten auch durch Kanada. Das Jahr 1993 war gekennzeichnet
durch die grössten Nettoverkäufe seit 1979.
Eine Abnahme der Goldreserve eines Landes hat, langfristig gesehen, eine
Schwächung der Währung zur Folge. Dies gilt auch noch heute, wo Gold im
internationalen Währungssystem nur eine untergeordnete Rolle spielt. Einzig
die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel rechnet noch mit
Goldfranken, was gewiss wohlbegründet ist.
Gold leistet dem monetären System, wie aus der Biographie Per Jaccobson's,
ehemaliger Direktor des Internationalen Währungsfonds, hervorgeht, die besten
Dienste als höchst begehrenswertes Gut und Garant der Stabilität des
Wirtschaftssystems. Gold stärkt den Zusammenhalt des monetären Systems der
Welt.
Der Besitz von Gold schafft Vertrauen. Das Geld wird ohne Vertrauen nicht
gesund werden.
GOLD ALS KRIEGSRESERVE
In Kriegszeiten nimmt Gold im Geldwesen einen wichtigen Platz ein. Staaten mit
grossen Währungsreserven sind in der Lage, ihre Verpflichtungen gegenüber dem
Ausland mit Gold zu begleichen falls eine Zahlung in der Landeswährung nicht
erfolgen kann oder nicht genügend fremde Devisen vorhanden sind. Kriege
verursachen die grösste Werteinbusse einer Währung, im Extremfall sogar einen
Zusammenbruch.
Die Schweizerische Nationalbank war während dem 2. Weltkrieg im Goldhandel
sehr aktiv und erreichte, dass die Deutsche Reichsbank die Schuld von über 1
Milliarde Franken - die sogenannte Clearingmilliarde - mit Gold zurückzahlte.
Die Gefahr eines grösseren Krieges besteht in absehbarer Zeit nicht. Richten
sich die Blicke hingegen auf das nächste Jahrhundert, so drohen Konflikte in
kontinentaler Grösse, denken wir nur an den Islam, Russland und China. Bei
seiner Rückkehr nach Russland erklärte Alexander Solschenizyn im Mai 1994: Es
wird einmal im nächsten Jahrhundert eine Zeit kommen, in der Amerika und
Europa Russland als Verbündeten bitter nötig haben. Angesichts der
Machtlosigkeit der UNO an manchen Orten sind solche Aussagen ernst zu nehmen.
Unsere Landesregierung und unser Parlament in Bern sind aufgefordert, die
starke und hochgeachtete Stellung der Schweiz im internationalen
Währungssystem mittels einer autonomen und glaubwürdigen Wirtschafts- und
Währungspolitik zu verteidigen. Ein goldgedeckter Schweizerfranken ist das
höchste Gütezeichen.
DER WEG DER SCHWEIZ
Trotz grosser Schwierigkeiten, die uns die EU-Kommission in den Weg legt,
verzeichnet unser Land seit einem Jahr einen im Vergleich zu den EU-Staaten
stärkeren Wirtschaftsaufschwung. Die Schweiz ist nicht nur mit den zwölf
Mitgliedstaaten sondern mit ganz Europa wirtschaftlich eng verbunden. Das neue
GATT-Abkommen bringt der Schweiz eine verstärkte Oeffnung der Weltmärkte für
den Austausch von Waren und Dienstleistungen und einen vermehrten Schutz des
geistigen Eigentums. Dank der Liberalisierung des weltweiten Güter- und
Dienstleistungsverkehrs wird die Prosperität in unserem Land wachsen.
Sich der Brüsseler Diktatur zu unterwerfen, hätte unser Volk auf den Weg zur
Knechtschaft geführt. Prof. F.A. von Hayek hat in seinem Buch mit vorstehendem
Titel die Gefahren, Schwächen und Irrtümer einer ausgedehnten Planwirtschaft
aufgezeigt und darüber hinaus eine neue, internationale Wirtschaftsordnung mit
folgenden Gedanken skizziert: "Was wir brauchen und worauf wir hoffen, ist
nicht eine Steigerung der Macht in den Händen unverantwortlicher
internationaler Wirtschaftsinstanzen, sondern im Gegenteil eine internationale
politische Organisation, die die Wirtschaftsinteressen in Schach halten und im
Falle eines Konfliktes ausgleichend wirken kann, da sie selber nicht in die
Wirtschaftsangelegenheiten verstrickt ist. Wir brauchen eine internationale
politische Instanz, die zwar nicht die Macht hat, den Völkern zu befehlen, was
sie tun sollen, aber imstande sein muss, sie von Handlungen zurückzuhalten,
die anderen schaden." Und weiter: "Die Form der internationalen Regierung,
unter der einer internationalen Instanz gewisse genau abgegrenzte Befugnisse
übertragen werden, während in jeder andern Hinsicht die einzelnen Staaten in
ihren innern Angelegenheiten autonom bleiben, ist die Föderation. ... Der
Föderalismus ist natürlich nichts anderes als die Anwendung des demokratischen
Prinzips auf die internationalen Beziehungen, die einzige bis jetzt gefundene
Methode für friedliche internationale Veränderungen. Aber es ist eine
Demokratie mit genau begrenzbaren Machtbefugnissen."
Noch befinden wir uns im Kampf, die wohlerworbenen Rechte und Güter unseres
Staates in eine bessere Zukunft zu retten. Defaitismus,
Wohlstandsbequemlichkeit, Entscheidungsträgheit, Minderwertigkeitskomplexe,
Unterwürfigkeit und Staatsverdrossenheit sollen der Vergangenheit angehören.
Unsere alten Tugenden, Arbeitsfreude und Leistungswille, staatsbürgerliche
Gesinnung und verantwortungsvolles Schaffen entfalten sich immer mehr mit
neuer Kraft.
Unserem Volk sind die Mittel gegeben und die Wege offen, den Wohlstand zu
fördern und die Einheit, Kraft und Ehre der Nation zu erhalten.
GOLD - INBEGRIFF DER WERTBESTÄNDIGKEIT
Im Wort Währung ist der Begriff währen, dauern, (im Wert) gleichbleibend,
enthalten. Die Banknoten verkörpern die Währung; ihre Wertbeständigkeit wurde
in den Zeiten des Goldstandards durch den Umtausch in Gold zu einem
feststehenden Kurs garantiert. Mit der Aufhebung der Konvertibilität der
Währung in Gold ist die Wertbeständigkeit des Papiergeldes verloren gegangen.
Einen grossen Teil des Haushaltdefizites kann der Staat seither mittels
ungehemmtem Druck von Banknoten decken. Mit dieser Geldschöpfung wird der
Prozess der Wertverminderung des Geldes verstärkt. Je mehr der Staat dieses
gefährliche Spiel praktiziert - und hier ist die Entwicklung in den letzten
zwei Jahrzehnten bis hin zur Gegenwart und die Zukunft anvisiert - desto mehr
verschlechtert sich der Wert der Währung und, treibt er es zu bunt, kommt es
zum vollständigen Zerfall der Währung. Bei einer solchen Politik ist jede
Versicherung der Regierung und der Notenbank, die Preisstabilität habe erste
Priorität, pure Volkstäuschung.
Die Welt braucht heute Staatsmänner, deren Glaubwürdigkeit über jeden Zweifel
erhaben ist, und die mit grossem Geschick und Tatkraft Ordnung in der
Wirtschaft und im Geldwesen schaffen.
MONETARISMUS, EURO UND GOLD
Seit geraumer Zeit wird in der Oeffentlichkeit die P:roblematik des Euro (oder
wie diese Einheitswährung heissen soll) diskutiert.Je mehr Stimmen sich melden
desto grösser wird die Verwirrung bezüglich der Voraussetzungen für eine
europäische Währungsunion.
Dabei wird stets ignoriert, auf welchem soliden monetären Fundament die
EU-Währung verankert wird und wie sie funktionieren soll, obschon das
Schicksal desEuro von diesen beiden Kernfragen abhängt.
Aus den zahlreichen Verlautbarungen geht hervor, dass die Einheitswährung nach
dem Muster der D Mark, d.h dem seit vielen Jahren bestehenden monetären System
der Deutschen Bundesbank gestaltet wird.
Seitdem die Banknoten nicht mehr mit Gold eingelöst werden können, sind die
Zentralbanken zum
Monetarismus übergangen, indem sie das Wachstum der
Geldmenge unter Kontrolle halten, um so die Stabilität der Währung zu sichern.
Blickt man auf die Entwicklung des in der zweiten Hälfte unser4es Jahrhunderts
zurück, so muss man festststellen, dass die Kaufkraft des Geldes ständig, in
einzelnen Ländern sogar rapid abgenommen hat. Infolge der undisziplinierten
Geldschöpfung stehen wir heute vor der Tatsache, dass der Monetarismus versagt
hat und der Schuldenberg weltweit gigantisch gewachsen ist.
In jüngster Zeit hat die Finanzunterwelt raffinierte Methoden gefunden, um
Geld aus
Dem Nichtsc, d.h. ohne Deckung zu
Schaffen. Wohl wird versucht, diese hochmoderne Falschmünzerei, welche die
Geld-
Mengenpolitik der Notenbanken aus den Angeln hebt zu unterbinden; das ist
praktisch unmöglich, weil legale und kriminelle Geldschöpfung schwerlich zu
unterscheiden sind und letzere oft zu spät entdeckt
wird.
Die europäische Zentralbank in Fraunkfurt lam Main ist
Vor die Aufgabe gestellt, ein Fundament für die europoäische Währung zu
schaffen, das nicht nur inneralb der Währungsundion sondern im Verkehr mit
allen Ländern Europas und der ganzen Welt Bestand hat.
Ohne eine angemessene Golddeckung - etwa 40% wie der Schweizerfrankenk - wird
der Euro scheitern.
5. Dezember 1995
Euro - quo vadis?
Der Untergang des Euro geschieht in zwei Phasen, die erste in den Jahren 1999
bis 2001 und die zweite im Jahr 2002.- Wir erleben derzeit den Zerfall der
Europäischen Währrungsunion als jahrelanger Vorgang und hernach als relativ
kurzes Debakel.
Greshamsches Gesetz
Schlechtes Geld verdängt gutes Geld. Untersucht man den Begriff: Gutes Geld,
so treten die Merkmale einer gesunden Währung hervor:
. Geld, das international als Zahlungsmittel akzeptiert wird
...Eine konvertible Währung mit einer stabilen Kaufkraft.
.Eine Währung, die durch Gold oder andere, zeitlich und räumlich unbegrenzt
handelbare, wertbeständige Güter gedeckt ist.
Beim guten Geld handelt es sich um eine harte Währung mit einem soliden
Fundament und beim schlechten Geld um eine wieiche Papierwährung ohne Bestand.
Wenn diese zwei Gattungen von Währungen nebeneinander bestehen, wie dies heute
in der Europäischen Währungsunion der Fall ist, vollzieht sich die Verdrängung
des guten
Geldes wie folgt:
Tausch der einheimischen Währung in
Sachwerte (Aktien,Immobilien,Kunstwerke,
(Kapitalflucht)
Antiquitäten, wertbeständige Güter, Rohstoffe, Metalle oder- Steine, u.a.m.)
Transfer des Kapitals in Länder, die nicht der Europäischen Währungsunion
angehören
Dies alles geschieht bei hohen Staatsschulden, die das Fundament der Währung
mehr und mehr untergraben..-Die Notenbanken verkaufen leichtsinnig Gold zu
Ausverkaufspreisen und verschleudern den Erlös zum Erlass der Schulden nahezu
bankrotter Staaten oder kür Wohltätigkeitszwecke (z.B. Holocaust- oder
Solidaritäts-Fonds) statt das Gold zur Sicherung der Währung zu behalten und
nutzbringend zu bewirtschaften.
Das Ausmass der Börsenhausse und die Preissteigungen auf verschiedenen Märkten
zeigen, wie die Welt einem globalen Desaster entgegengeht.
Ende des Monetarismus
Am 1.Januar 2002 tritt der Euro in die zweite Phase.Der Euro wird in ll
Staaten Europas einzige Währung.. Jedes dieser Länder kann Geld in
unbeschränkter Menge in Umlauf bringen, wodurch das Monopol der Eropäischen
Zentralbank (EZB) zur Emission der Euro-Banknoten und Münzen aufgehoben wird.
Die Geldmenge und deren Umlaufsgeschwindigkeit sind heute dermassen
angewachsen- mit Währungen werden weltweit täglich bis 1500 Milliarden Dollar
umgesetzt - dass die Kontrolle und Steuerung auch im Raume der Europäischen
Währungsunion durch die EZB vollends verloren gehen. Das Euro -Papiergeld wird
im Jahre 2002 vom Markt weggefegt. - Sollte dieser Prozess aufgehalten bezw.
hinausgeschoben werden, wird der Zerfall des Euro später umso drastischere
Folgen haben
ISBN 3-9520720-0-1