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Reise zum Panamakanal und nach San Diego
1.Teil Von der Schweiz zum
Panamakanal
22.Nov. 2003 – 9.Dezember 2003
Prolog
Eine Seereise von
der Karibik durch den Panamakanal ist vorzugsweise im Winter möglich.
Wir wählten die 18-tägige Reise aus einem
Inserat von Bischofberger mit der Air France über Paris nach Miami.
Samstag, 22.11.03 in aller Frühe nahmen wir
ab Pfäffikon den Flughafenzug um mit dem City Jet Paris zu erreichen. Später
realisierten war, dass mit einem Aufschlag ein Direktflug nach Miami möglich
gewesen wäre. Die Zureise nach Paris war auch mühsam, da der Abflug nicht an
den Fingerdocks stattfand. Wir nahmen unsere
Schwiegermutter mit, die nun auch
Treppensteigen musste. Ein Ablauf der Reise ist aus den Serienbriefen von M.Th.
nachlesbar. Leider war auch die Ankunft in Miami sehr mühsam. Gruppenweise
wurden wir von der örtlichen Reiseleiterin verschoben. Scheinbar hatte die Dame
eine zweite Reisegruppe zu betreuen. Unglaublich aber wahr.
Prospekt
In deutscher Sprache von der Kanalbehörde
herausgegeben
Deutsch ist auch Bordsprache, mit einer
eigenen internationalen Hostess
Transcript aus dem Prospekt
Einleitung Der Panamakanal
Die mit der Verwaltung des Panamakanals
beauftrage Organisation hat im Laufe der
Geschichte verschiedene Namen erhalten.
Während der französischen Bauphase waren zwei Privatfirmen mit den
Ausschachtungen beauftragt: die Compania Universal del Canal Interoceanico de
Panamà (Firma Universal des Interozeanischen Kanals von Panama),von 1881 bis
1888 und duie Nueva Compagnia del Canal de Panama (die neue
Panamakanalgesellschaft), von 1894 bis 1898.Nach Fehlschlagen dieses Versuches
übernahm die Regierung der Vereinigten Staaten
Die Bauarbeiten von 1904 bis 1914. Während
dieser Zeitspanne war die Comision
Canal Istmico (Kommsion des Isthmuskanals)
mit dem Projekt beauftragt und führte
Dieses grosse Werk erfolgreich zu Ende
1914 wurde die Comision del Canal Istmico
durch eine Verwaltung ständigen
Charakters ersetzt: El Canal de Panamä (Der
Panamakanal)
Zusammen mit der Compania del Ferrocarril
de Panama (Eisenbahngesellschaft
Von Panama) war sie für das Funktionieren
des Wasserweges verantwortlich
Im Jahre 1951 wurde die interne
Organisation des Kanals nach einem Verwaltungs-
und Finanzmodell unternehmerischer Art
umstrukturiert.
Die Compania del Canal de Panama (die
Panamakanalgesellschaft) ersetzte die
Compagnia del Ferrocarril de Panama und
übernahm die Funktionen der Instand-
Stellung und des Betreibers des Kanals
Andrerseits ersetzte die als Gobierno de la
Zona del Canal Kanalzonenregierung) bezeichnete Organisation den El Canal de
Panama (Der Panamakanal) und übernahm die zivilrechtlichen Funktionen).
Mit der Unterzeichnung der Torrijos –Carter
Verträge im Jahre 1977 und deren Inkrafttreten im Jahre 1979 begann eine neue
Verwaltungsphase des Kanals.
Vorherigen Organisationen hörten auf zu
existieren, und eine einzige Körperschaft,
die Comision del Canal den Panama (die
Kanalkommission von Panama), übernahm das Betreiben des Wasserweges. Von diesem
Moment an lag die örtliche Zuständigkeit in der ehemaligen Kanalzone in Händen
der Republik Panama und
deren Gesetze begannen in diesem Gebiet zu
gelten
Am Mittag des Am 31.Dezembe1999
übernahm Panama die gesamte Verantwortung für die Verwaltung, den Betrieb und
die Instandhaltung des Panamakanals
Die Regierungsstelle, genannt Autoridad del
Canal de Panama ACP (Panama) (Panamakanalbehörde), geschaffen durch die
Staatsverfassung der Republic
Panama und das Gesetz 19vom 11. Juni 1997,
übernahm die Verantwortung für
Die Wasserstrasse
Ausschliesslich ACP obliegt das Betreiben
,die Verwaltung, das Funktionieren, die
Erhaltung, Instandsetzung, Verbesserung und
Modernisierung des Kanals sowie dessen Aktivitäten und damit zusammenhängende
Dienstleistungen.
Wie funktioniert der Panamakanal?
Der Panamakanal, der mittels eines Schleusensystems
funktioniert, ist ungefähr 80 Kilometer lang und verbindet den atlantischen mit
dem pazifischen Ozean an einem
Der engsten Punkte des Isthmus von Panama
und des amerikanischen Kontinents.
Sm 15. August 1914 wurde er für die
internationale Schiffahrt eröffnet.- seitdem haben ihn mehr als 880000
Schiffe durchquert.
Die drei zweispurigen Kanalschleusen dienen
als Wasseraufzüge und heben die Schiffe auf die Höhe des Wasserspiegels des
Gatun- Sees, 26 Meter über Meeres-
Spiegelhöhe, um den Uebergang über die
zentrale Gebirgskette des Isthmus zu ermöglichen, und die Schiffe danach auf
der anderen Seite des Isthmus wieder Meerespiegelhöhe zu senken. Zu diesem
Zwecke wird das im Gatun -See gespeicherte Wasser benutzt.
Während dieses Prozesses werden die Tore
der Schleusenkammern geschlossen,
um mit Hilfe der Schwerkraft den Abfluss
des Wassers von oben nach unten zu er-
möglichen.
Ungefähr 197 Millionen Liter Süsswasser
werden bei jeder Schleusenoperation ver-
braucht, die schliesslich ins Meer fliessen.
Diese Operation wird von der Kontrollkabine aus, die sich in der Zentralmauer
auf der oberen Kammer einer jeden der drei Schleusen befindet, geleitet.
Obwohl die Schiffe während der
Kanaldurchfahrt ihren eigenen Antrieb benutzen
werden sie auf der Fahrt durch die
Schleusen von Elektrolokomotiven, die durch
Kabel mit ihnen verbunden sind,
unterstützt.
Die paarweise arbeitenden , auf
elektrischen Schienen laufenden Lokomotiven
halten die Schiffe während der Fahrt durch
die Schleusenkammern in Position.
Je nach Grösse des Schiffes werden
vier bis acht Lokomotiven benötigt.
Der 12.6 Kilometer lange Corte Gaillard
oder Corte Culebra ist die engste Kanalstelle und entspricht 15 Prozent der
Gesamtausdehnung des Wasserweges.
Der Corte kreuzt die zentrale Gebirgskette
des Isthmus und erstreckt sich von den
Pedro - Miguel Schleusen bis nach Gamboa
Abbildung 1:
Grand Maman mit
Schweizer Reiseleiterin Beatrice Jäggin und
Legend of the Seas Staffmitglied
Thomas aus Luzern
Thomas ist Food
and Beverage Manager auf der Legend of the
Seas und der
einzige Schweizer auf der Legend, mit Ausnahme eines
weiteren
Staffmitgliedes dem Leiter des Selbstbedienungsrestaurant Windjammer, der
Canada Schweizer ist.

Legend of the
Seas
Die Legend of the Seas ist ein Kreuzfahrtschiff unter liberanischer Flagge. Das Schiff wurde in
Frankreich gebaut (1995) und ist seit dem Jahre 2000 in Betrieb
http://clubcruise.revelex.com/travel/cruise/ship.rvlx?ShipID=39
http://www.cruiseweb.com/RCI-LEGEND.HTM
Abb. 2:
Die Legend
of the Seas angedockt am Pier in Huatulco

Briefe
Meine Lieben
Ankunft
in Miami (1. Rundbrief)
Unsere
Lieben
Wir
sind nach einigen Strapazen gut in einem andern Hotel (Princess Palm) in Miami
South Beach angekommen.
In
Paris war das groesste Puff: Kontrollen in langen Warteschlagen. Sogar die
Bueroklammern meiner Bargeldnoten gaben an. Wir hatten nicht einmal Zeit aufs
WC zu gehen, obwohl das Flugzeug nur mit 10 Min. Verspaetung landete.
Zwei
Personen, die von Basel aus unsere Gruppe in Paris haetten erreichen sollen,
erreichten unser Flugzeug nicht mehr und mussten ueber New York kehren, kommen
erst in der Nacht in Miami an. Einer Person blieb das Gepaeck in Paris liegen.
Sie wird es kaum bis morgen erhalten. Es wird ihr nach Aruba nachgeschickt. Sie
wird vier Tage aufs Gepaeck warten muessen.
Kurzum,
unser Gepaeck ist i.O. angekommen und Grand-maman hat sich von der allerbesten
Seite gegeben. Wir haben nur so gestaunt. Sie war viel besser dran sogar als
Ernst.
Im
Flug nach Miami habe ich dann veranlasst, dass ein Rollstuhl fuer Grand-maman bereit
steht, und er war dann bei der Ankunft auch dort mit einer netten
spanischsprechenden Assistance, die uns durch Privatgaenge, duch die
Immigration, den Zoll und zusaetzlich nochmals durch eine Sicherheitskontrolle
fuehrte. Zwei geschlagene Stunden betreute sie uns drei zusammen mit einem Teil
der Gruppe, da wir auf die andern warten mussten. Grand-maman musste
mittlerweile aufs WC, aber auch das ergab sich in einem Behinderten-WC.
Eigentlich
wollte ich euch kurz telefonieren. Das ist aber so kompliziert, dass ich nach
einem Internet-Cafe gefragt habe und dann im Hotelcomputerraum landete, wo ich
jetzt dieses Mail - natuerlich gratis - geschrieben habe.Die Tastatur ist ewas
bloed.
Ich
gehe nachher gleich wieder ins Zimmer und sage Ernst, dass er hier den Rest vom
Abend surfen kann.
Mit
lieben Gruessen
Marie-Therese
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Miami
Das ist der 2.
Rundbrief.
Wir haben fuer
die erste Nacht unserer Kreuzfahrt im Hotel The Palms an der Collins Ave A1A,
30. Strasse direkt am Meer in Miami South Beach mit frontaler Sicht zum Meer
ein Zimmer belegt.
Um 22 Uhr
gingen wir schlafen, waren aber bereits um 4 Uhr heute Morgen wach.
Grand-maman hat die Nacht bestens ueberstanden, obwohl sie sich ueber den
Clorgeruch im ganzen Hotel aergerte. Sie hat ja eine ganz spezielle Nase.
Um 6.30 Uhr
erlebten wir einen wunderschoenen Sonnenaufgang ueber dem Meer, aehnlich wie in
Sharm-El-Sheik. Um 7 Uhr sassen wir bereits auf der Hotelterrasse beim
Fruehstueck. Die Temperaturen sind morgens sehr angenehm, duerften aber zur
Mittagszeit um die 27 Grad erreichen. Nach dem Fruehstueck spazierten wir mit
Grand-maman am Strand auf und ab, filmten und fotografierten.
Heute Mittag
fahren wir zum Hafen von Miami und werden uns auf der Legend of the Seas
einschiffen. Die Sicherheitskontrollen duerften ziemlich schaft sein. Gestern
jedenfalls wurden alle unsere Koffern vom Sicherheitsdienst in Paris
(Charles De Gaulle) kontrolliert. (Wir sahen die Kleber hier in Miami.)Gott sei
Dank hatte ich nichts abgeschlossen. Andere Leute unserer Gruppe hatten kaputte
Schloesser oder defekte Koffern.
Ich bin immer
noch happy, dass ich die Idee hatte, einen Rollstuhl fuer Grand-maman zu
bestellen. Der Weg bis zur Gepaeckausgabe betrug mindestens zwei Kilometer.
Toll, dass ich
im Business Center des Hotels das Mail schreiben kann. Kein Mensch stoert
mich.Ernst sitzt im Augenblick mit Grand-maman im Palmengarten des Hotels und
trinkt schon wieder etwas.
Unterdessen
habe ich in einem nahen Supermarket Getraenke gekauft und jetzt das Mail
geschrieben.
http://www.abnhotels.com/miami_hotels/The_Palms_Miami_Beach_FL.htm
http:
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Liebe Gruesse
Marie-Therese
Einschiffung
3.Brief
Hallo, meine
Lieben
Seit gestern 14 Uhr befinden wir uns auf der Legend of the Seas, einem
Erstklassschiff der Royal Carribbean, 264 m lang, 32 m breit, 1800
Passagiere, sehr elegantes Restaurant, verschiedene Bars, Thater, Casino, 2
Swimmingpools, 4 Whirlpools, Fitnesscenter mit Sauna und vielen andern
Unterhaltungen.
Wir hatten eine problemlose Einschiffung mit der VIP-Behandlung der
rollstuhlfahrenden Grand-maman.
Unsere Kabine ist ca 30 Quadratmeter gross: 25 + 5 Balkon, hat Dusche und
WC, Schreibpult , Kuehlschrank, Foen und vor allem viel Platz in den
Schraenken und Schubladen. Ich habe restlos alles auspacken und die Koffern
unters Bett verstauen koennen.
Die Mahlzeiten an Bord sind alle gratis, auch die alkohohlfreien Getraenke.
Muss muss einfach dosieren koennen, um nicht mit 5 kg mehr nach Hause zu
kommen.
Die erste Nacht haetten wir ueberstanden, ohne seekrank zu werden, obwohl
die See eher unruhig war.
Fuer 2 Tage erholen wir uns nun auf See und fahren Richtung Suedamerika an
den grossen Antillen vorbei nach Aruba(Oranjestad), einer niederlaendischen
Insel der kleinen Antillen, die vor Venezuela liegt.
Heute Abend findet der Begruessungsempfang mit dem Kapitaen statt.
Garderobevorschrift: elegant
Grandmaman haelt sich bestens, macht alles mit und wird von allen bewundert.
Sie blueht richtig auf.
Mit lieben Gruessen
Marie-Therese
------------------------------------------------------------------------------
http://miami.guide-to-hotels.com/the-palms-hotel.html
The Palms Hotel
| Miami Beach Hotel - [ Diese
Seite übersetzen ]
... Palms Hotel, ENTER. Welcome to The Palms
Hotel South Beach, where ... the business amenities
of a luxury conference hotel. ... the ocean, tropical gardens or
Beschreibung: Includes descriptions and contact
information.
Kategorie: Regional > North America > ... > Lodging > Hotels and Motels
www.thepalmshotel.com/ - 7k - Im
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Netherlands Antillen. Oranjestad
3.Rundbrief

Meine Lieben
Vorerst vielen
Dank fuer alle erhaltenen Mails. Das hat mich gefreut. Allerdings kommt es ganz
drauf an, wo ich sie lese. Auf dem Schiff ist das Mailen suendhaft teuer: 1
Dollar zwei Minuten. Da muesste man mindestens so schnell schreiben koennen wie
Nicole. Bis man nur im Netz ist, dauert es schon fast fuenf Minuten. Jetzt
sitze ich in einem Internet-Cafe in Oranjestad auf der Insel Aruba und bezahle
einen normalen Preis: 6 Dollar die Stunde.
Gestern hatten
wir nochmals einen Ruhetag auf hoher See. Wir fuhren zwischen Kuba und Haiti
ins karibische Meer ein. Auf Deck haben wir vor allem Sonnenbaeder genossen und
uns abgeduscht. Ernst hat Angst in den Pools irgendwelchen Pilz aufzufangen.
Grand-maman
haben wir nach dem Nachtessen ins Zimmer gefuehrt, sie ins Bett getan und
gesagt, wir seien ungefaehr eine Stunde weg.Darauf besuchten wir eine Show im
Theater. Wahrscheinlich ist sie kurz eingeschlafen und nachher wieder erwacht.
Sie soll nach Aussagen unserer Nachbarn im Pijama auf den Gang hinaus getreten
sein und uns gesucht haben. Unsere Reisefuehrerin habe sie dann wieder ins
Zimmer gefuehrt und sie beruhigt. Ja, dabei waren wir nur etwa 50 Min. weg.
Ansonsten geht es wirklich gut mit ihr.
Heute Morgen
hat unser Schiff am Hafen von Oranjestad angelegt. Es war interessant zu sehen,
wie so ein kleines Lotsenschiff unser riesiges Schiff in den Hafen fuehrte. Die
Bruecke war schnell gelegt und durften wir aussteigen, aber man musste sich
elektronisch (Schiffs-Karte) registrieren lassen. Am Abend um 21 Uhr wird
das Schiff wieder auslaufen. Wenn man zurueckkehrt, wird man wiederum
elektronisch erfasst. So weiss die Schiffsbehoerde genau,
wer das Schiff verlassen hat. Alles geht sehr schnell und man braut nicht
anzustehen.
Fuer den
Landausflug von heute auf der Insel Aruba haben wir Grand-maman
mitgenommen. Es war ein Busausflug mit vielen Fotohalten und einem
Badeaufenthalt, dauerte rund fuenf Stunden. Aruba ist eine kleine
Insel (30 km lang, 8 km breit mit gut 110 000 Einwohnern). Amtssprachen sind
Hollaendisch und Englisch. 19 Seemeilen entfernt liegt Venezuela. Sie gehoert
zu den niederlaendischen kleinen Antillen.
Am Morgen beim
Aussteigen und bei unserer Rueckkehr hatten wir je ca. 15 Min. Platzregen,
eine Art Passatregen. Wir haben die ganze Insel umfahren und viel gefilmt und
photografiert. Dabei muss man beachten, dass man die hochelektronischen Film-
und Fotoapparate nicht schockartig anstellt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit,
die um die 90% sein duerfte. Ansonsten steigt die Kamera aus. Man muss sie im
Etui lassen und langsam anwaermen, so etwa 15 Min. Unsere
Reiseleiterin hat uns gluecklicherweise darauf aufmerksam gemacht.
Die Insel hat
ariden Charakter, ist also nicht sehr fruchtbar, hat aber in den Farben ihren
Reiz: Meer, Wolken, Felsen, weissen, ganz feinen Sand und Wasser, ab und zu
etwas Gruen mit ein paar Blumen. Der Badestrand war absolut super.Das
Wasser hatte 26 Grad und ich konnte im Korallenriff schnorcheln. Es waren
farblich herrliche Fische und das Wasser war wirklich klar.
Oranjestad ist
vor allem ein Einkaufsparadies fuer die Amis. Die Interessieren sich nur fuer
das. Das die Stadt nicht sehr gross ist, kann man alles zu Fuss besichtigen.
Vom Internet-Cafe zum Schiff habe ich nur etwa zwanig Min.
So, das waers
im Augenblick. Morgen sind wir auf dem Weg zum Panamakanal und am Freitag
werden wir ihn tagsueber durchfahren. Am Abend um 18 Uhr werden wir in Fuerto
Amor in der Naehe von Panama-City aussteigen duerfen.
Mit lieben
Gruessen
Marie-Therese
P.S. Meine Zeit
war um und die Miss am Internetschalter stellte mir einfach den PC ab,
ohne mir etwas zu sagen. Mit groesster Not konnte ich mein Mail zurueckholen.
Sichern ist einfach wichtig, besonders wenns um Zeit geht.
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5. Rundbrief
Panamakanal
Meine Lieben
Am 5. Tag
fuhren wir auf See. Grand-maman und ich besuchten einen Serviettenfaltkurs und
einen Origami-Kurs. Es war sehr spasshaft mit vielen Witzen.
Gestern
durchfuhren wir den Panamakanal, ein ganz grosses Erlebnis. Die Durchfahrt
begann um 6.30 morgens und endete um ca 17 Uhr. Das waren nur ca. 80 Seemeilen.
Zuerst waren es die Gatunschleusen, die uns 26 m hoeher brachten. So eine
Schleusendurchfahrt ist aesserst spannend und man musste sich fuer die besten
Plaetze richtig durchkaempfen. Wir fuhren dann ueber den Gantunsee mit vielen
Inseln inmitten des Tropenwaldes. Man sah sogar Krokodile von blossem Auge. Um
die Mittagszeit waren wir in Gamboa. Dann folgten die Schleuse Pedro Miguel und
die Schleuse Miraflores, die uns wieder hinunterbrachten. Abends sahen wir
Panama-City, aber nur von weitem als Silhouette, denn unser Schiff hielt vor
Fuerte Amador. Mit einem Pendelschiff konnte man kurz fuer zwei Stunden an Land
gehen, aber das schaffte ich aus einem anderen Grund nicht.
Um die
Mittagszeit musste Grand-maman ploetzlich erbrechen: das mehrmals. Dann kams
unten heraus und ich durfte alles erdenkliche putzen: Leintuecher, Servietten,
Kleider usf. Kaum war alles einigermassen i. O., kam ein erneuter Schub, bis
einfach alles draussen war.
Dann hiess es
Grand-maman muesse sehr viel trinken. Das sah ich ein, aber nachdem ich sie
gezwungen hatte ca. 3 dl Bouillon zu trinken, kams nochmals von oben heraus. Um
10 Uhr abends gab ichs auf und liess die doch etwas erschoepfte Grand-maman
schlafen. Nachts , wenn ich das Gefuehl hatte, sie sei wach, gabe ich ein wenig
Wasser. Das nahm sie wirklich nicht gerne, denn sie hat ja in ihrem ganzen
Leben nie Wasser pur getrunken.
Heute Morgen
gehts ihr bereits besser, aber wir muessen sachte wieder aufbauen. Das
Dureinanderessen muessen wir fortan verhindern. Grand-maman will immer von
allen probieren. Vielleicht hat sie aber auch irgendetwas aufgelesen, keine
Ahnung.
Heute soll sie
sich nun ausruhen.
Liebe Gruesse
MT
Links
http://www.discovery.de/de/pub/tv/wissenschaft/itempageW/item_ID/4106
http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/pm.html
http://home.t-online.de/home/klaus.heblich/panama1.htm
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